J.K. Rowling äußert sich: Lud sie Epstein zu Premiere ein?

J.K. Rowling äußert sich: Lud sie Epstein zu Premiere ein?

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

J.K. Rowling (60) hat ein kursierendes Gerücht entschieden zurückgewiesen: Die Harry Potter-Schöpferin soll Jeffrey Epstein (†66) zur Broadway-Premiere von "Harry Potter und das verwunschene Kind" eingeladen haben. Auslöser sind neue Unterlagen aus den sogenannten Epstein-Akten, in denen auch Papiere zum Theaterhit auftauchen. Darin findet sich eine Einladung zur Eröffnungsnacht am 22. April 2018 in New York, gerichtet an einen Empfänger mit Plus-Eins und im Namen von Rowling sowie den Produzenten Sonia Friedman und Colin Callender. Das wirft nun Fragen auf, wo Jeffrey doch bereits 2008 das erste Mal als Sexualstraftäter verurteilt worden war und 2010 Prostitution und Anstiftung Minderjähriger gestanden hatte. Online hieß es auf die Veröffentlichung der Epstein-Akten, die Einladung stamme direkt von der Autorin. Die Britin reagierte umgehend – und deutlich.

Auf X stellte Joanne Kathleen, wie die Autorin mit vollem Namen heißt, klar, die Spekulationen entbehrten jeder Grundlage. "Das ist mehr als lächerlich", schrieb sie in einem Statement, aus dem Just Jared zitiert. Weiter betonte sie: "Weder ich noch jemand aus meinem Team hat Jeffrey Epstein jemals getroffen, mit ihm kommuniziert oder ihn zu irgendetwas eingeladen." In den nun öffentlich gewordenen Akten tauchen zahlreiche prominente Namen und Querverweise auf Kultur- und Gesellschaftsereignisse auf. Die Tatsache, dass viele Dokumente in einem Konvolut aufgeführt sind, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die darin thematisierten Prominenten tatsächlich eine inhaltliche Verbindung zu Jeffreys mutmaßlichen Straftaten haben. Im Fall des Broadway-Hits geht es konkret um Einladungslisten zur Premiere, an der neben den Produzenten auch weitere Branchenkontakte beteiligt waren.

Die Erfolgsautorin kommuniziert seit Jahren bevorzugt direkt über soziale Netzwerke, wenn es um Vorwürfe oder Gerüchte zu ihrer Person geht. Rund um das Thema Jeffrey Epstein haben sich zuletzt mehrere bekannte Persönlichkeiten wie Donald Trump (79), Bill Gates (70) und Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen zu ihrer jeweiligen Rolle und Vergangenheit geäußert. Wie der stellvertretende Justizminister Todd Blanche gegenüber CNN erklärte, ergab die Überprüfung der Staatsanwaltschaft nach Veröffentlichung Millionen neuer Akten allerdings keinen Anlass für zusätzliche strafrechtliche Schritte. Während einige Treffen rückblickend bereuen oder verharmlosen wollen, wählt Joanne Kathleen den klaren Widerspruch gegen die Annahme einer persönlichen Verbindung. Abseits der Debatte bleibt "Harry Potter und das verwunschene Kind" eines der erfolgreichsten Theaterstücke seiner Zeit, dessen Broadway-Premiere 2018 als gesellschaftliches Ereignis mit großem Staraufgebot galt.

J.K. Rowling bei den BAFTA-Awards 2017
Getty Images
J.K. Rowling bei den BAFTA-Awards 2017
Jeffrey Epstein
IMAGO / ZUMA Press Wire
Jeffrey Epstein
J.K. Rowling, 2005
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J.K. Rowling, 2005
Steht ihr hinter J.K. Rowlings Dementi, sie habe eine Einladung von Epstein erhalten?