"Tatort"-Star Walter Schultheiß mit 101 Jahren verstorben
Walter Schultheiß ist tot – der schwäbische Volksschauspieler, Autor und Maler starb im Alter von 101 Jahren in Wildberg im Landkreis Calw. Der Tatort-Liebling wurde bundesweit als Vermieter Rominger an der Seite von Kommissar Bienzle bekannt und prägte damit eine der beliebtesten Figuren aus dem Südwesten. Wie der Südwestrundfunk unter Berufung auf die Familie mitteilte, starb Walter am 22. Dezember und wurde im kleinen Kreis beerdigt. Der Schauspieler lebte zuletzt mit seinem Sohn Götz, dessen Frau und seinen beiden Enkelinnen in Wildberg zusammen.
Auch Kollegen nehmen bereits Abschied von dem Schauspieler. Der SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte Walter in einer Mitteilung mit den Worten: "Wir trauern um einen großartigen Schauspieler, Künstler und ein Urgestein des Mundartschauspiels." Und weiter: "Kann man sich Baden-Württemberg ohne Maultaschen, ohne Kehrwoche, ohne Walter Schultheiß vorstellen?" Im Bienzle-"Tatort" habe er "den Idealtyp des sympathisch-bruddeligen Schwaben weit über den Südwesten hinaus bekannt und beliebt gemacht", so Kai.
Walter stand gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals auf der Bühne und spielte 1945 "Die kluge Närrin" von Lope de Vega. Nach dem Schauspielunterricht in Stuttgart kam das erste feste Engagement am Stuttgarter Volkstheater mit der Operette "Maske in Blau". Es folgte eine lange Radio- und Fernsehkarriere: Zusammen mit Werner Veidt bildete er beim damaligen Süddeutschen Rundfunk das Kult-Duo Karle und Gottlob, das mehr als zwei Jahrzehnte lang die Hörfunkreihe "Gäste im Großen Sendesaal" prägte. Bis ins hohe Alter stand Walter noch auf der Bühne und vor der Kamera, zuletzt für den SWR im Kinofilm "Laible und Frisch – Do goht dr Doig" an der Seite seiner Frau Trudel Wulle.





