

Datenklau: Edward Nortons Firma muss Millionenstrafe blechen
Edward Nortons (56) Firma ist in einen waschechten Skandal verwickelt – und muss jetzt dafür zahlen. Der Schauspieler baute 2015 zusammen mit dem Ökonomen Daniel Nadler das Tech-Unternehmen EDO auf. Dieses steht aktuell aber wegen eines Falls von Datenklau und Vertragsbruchs vor Gericht. Der Konkurrent iSpot verklagte EDO, weil diese sich angeblich unrechtmäßig Zugang zu ihren Daten verschafft habe, um diese unter ihrem eigenen Namen an ihre Kunden zu verkaufen. Am Donnerstag kam das Bezirksgericht in Los Angeles laut Deadline zu einem Ergebnis: EDO wurde schuldig gesprochen und muss eine unfassbare Entschädigung von 15,7 Millionen Euro zahlen. Das Anwaltsteam der Beklagten plant aber, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Die ursprüngliche Klage stammt aus dem Jahr 2021. In der Klageschrift betonte iSpot, von EDO "ausgetrickst" worden zu sein, indem sie vorgaukelten, das damalige Start-up als Kunden gewinnen zu wollen. In den darauffolgenden dreieinhalb Jahren habe EDO sich dann aber der Produkte und Daten der jungen Firma bemächtigt und das eigene Geschäftsmodell nach dem Vorbild von iSpot eins zu eins nachgebaut, ohne deren Wissen. Edward, der als Vorsitzender nach wie vor aktiv mit EDO arbeitet, äußerte sich bisher nicht zu dem Vorfall. Der Firmenanwalt hingegen dementiert die Vorwürfe: "Leider ist es in dieser Branche so, dass Unternehmen, die nicht innovativ sein können, vor Gericht ziehen. Wir sehen dies als das, was es ist – den verzweifelten Versuch von iSpot, einen kleineren, intelligenteren Konkurrenten auszubremsen und uns davon abzulenken, das zu tun, was wir am besten können: unseren Kunden hervorragende Ergebnisse zu liefern."
Für Edward, der eigentlich für Filme wie "Fight Club" bekannt ist, ist das nicht das erste Mal, dass eine seiner Firmen Negativschlagzeilen macht. Der Filmstar ist ebenfalls Miteigentümer der Produktionsfirma Class 5. Diese produzierte 2018 den Actionfilm "Motherless Brooklyn", für den Edward selbst als Regisseur verantwortlich war. Aufgrund von Sicherheitsmängeln kam es am Set in New York City zu einem Brand, bei dem ein Feuerwehrmann ums Leben kam. Der Vorfall landete mit dem Vorwurf der Fahrlässigkeit vor Gericht. "New York Citys Feuerwehrleute sind wirklich die mutigsten auf der Welt. Wir beobachteten aus erster Hand mit Erstaunen, wie sie sich in den Rauch stürzten, um sicherzugehen, dass alle sicher draußen waren", zollte Edward persönlich seinen Respekt vor den Einsatzkräften in einem Statement.




