Sarah Snook: Schauspielerei ist nur ein "Spiel der Fantasie"
Sarah Snook hat bei den Critics' Choice Awards in Santa Monica groß abgeräumt und den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer limitierten Serie oder einem Fernsehfilm für "All Her Fault" mit nach Hause genommen. Direkt nach der Verleihung stand sie im Presseraum Rede und Antwort – und überraschte mit einer geerdeten Sicht auf ihren Beruf. "Schauspielerei ist nur ein Spiel der Fantasie, und dafür bezahlt zu werden, ist sehr schön", sagte sie gegenüber dem Magazin People. Sarah präsentierte sich in ihrer Rede dankbar, fokussiert und ohne Starallüren. Sie betonte, dass sie hofft, weiterhin Chancen zu bekommen, genau das zu tun, was sie liebt.
Die Serie, die Sarah den Preis einbrachte, ist ein nervenaufreibender Achtteiler. In "All Her Fault" spielt sie Marissa Irvine, eine Top-Vermögensmanagerin, deren Welt zusammenbricht, als ihr fünfjähriger Sohn Milo verschwindet. Der Fall zieht ein Netz aus Misstrauen und Geheimnissen in ihrer scheinbar normalen Vorstadt nach sich. Auch Dakota Fanning (31), Jake Lacy, Michael Peña und Abby Elliott wirken im Film mit. Schon auf der Bühne der Gala klang Sarahs Haltung zu ihrem "Handwerk" an: "Wir hatten eine großartige Zeit mit der Crew und haben wirklich tolle Sachen gedreht. Und ich glaube, das ist das Wichtigste – Spaß beim Drehen zu haben, denn wir spielen ja nur Theater", sagte sie. Backstage legte sie nach: Man müsse "einfach weiter hart arbeiten, den Kopf unten halten und nach Dingen suchen, die einen herausfordern".
Privat und auf der Bühne zieht die in Australien geborene Schauspielerin ihre Energie offenbar aus genau diesem Mix aus Spielfreude und Disziplin. Im März erfüllt sich für die Darstellerin ein lang gehegter Traum: ihr Broadway-Debüt mit "The Picture of Dorian Gray". Dabei übernimmt sie gleich 26 Rollen – ein Mammutprojekt, das sie bereits in London an den Rand ihrer Kräfte gebracht haben soll, ihr aber auch einen renommierten Theaterpreis einbrachte. Die Produktion, ursprünglich von der Sydney Theatre Company entwickelt, gilt als äußerst körperlich und technisch anspruchsvoll. Auf der Bühne treffen Live-Kameras und klassische Theaterkunst aufeinander, während die Schauspielerin in rasanter Folge zwischen den Rollen wechselt. Für Sarah ist das offenbar genau der richtige Ort, um ihre eigene Sicht auf den Beruf auszuleben – intensiv, fordernd, aber immer mit dem Bewusstsein, dass am Ende alles Teil desselben Spiels ist, das sie schon seit Jahren fasziniert und begleitet.







