Ghislaine Maxwell verrät geheime Verbündete im Epstein-Fall
Ghislaine Maxwell (64) schlägt aus dem Gefängnis heraus erneut juristisch zu: In einer neuen Habeas-Corpus-Petition, eingereicht am 17. Dezember 2025, behauptet die einstige Weggefährtin von Jeffrey Epstein (†66), dass vier namentlich benannte Mitverschwörer sowie 25 weitere Männer im Zusammenhang mit dem Epstein-Komplex "geheime Vergleiche" erzielt haben sollen – ohne je angeklagt worden zu sein. Das geht aus Unterlagen hervor, die Courthouse News komplett einsehen konnte. Maxwell, 2021 wegen Sexhandels verurteilt, will mit dem Vorstoß ihre Verurteilung kippen lassen. Schauplatz der aktuellen Wendung: das FPC Bryan in Texas, wo die 20-jährige Haftstrafe der Unternehmerin weiterläuft und von wo aus sie ihren nächsten Justizangriff koordiniert.
In der Petition führt Maxwell aus, dass "4 namentlich bezeichnete Mitverschwörer" und 25 Männer mit "geheimen Vergleichen" den Ermittlungen entgangen seien. Wer genau hinter den 29 genannten Personen steckt, bleibt in den eingereichten Dokumenten unklar. Die Akten rund um den Epstein-Fall sind zuletzt wieder zum politischen Zündstoff geworden, was dem Vorstoß zusätzlich Brisanz verleiht. Laut dem Bericht traf Maxwell im Sommer den stellvertretenden Justizminister Todd Blanche und sprach demnach über rund 100 ehemalige Kontakte von Epstein. Sie wurde zudem vorgeladen, vor dem Kongress auszusagen. Parallel dazu soll sie den damaligen Präsidenten Donald Trump (79) um eine Begnadigung beziehungsweise Strafumwandlung gebeten haben.
Abseits der Paragrafen ranken sich die persönlichen Verflechtungen weiter um den Skandal. Epstein, der zu Lebzeiten auffallend gut vernetzte Finanzier, bewegte sich im Umfeld prominenter Namen, darunter Donald Trump, Bill Clinton (79) und Andrew Mountbatten Windsor (65). Maxwell, die in der Gesellschaft als kultivierte Gastgeberin und Strippenzieherin galt, pflegte über Jahre einen exklusiven Bekanntenkreis und trat in der Öffentlichkeit oft als souveräne Vermittlerin auf. Die frühere Weggefährtin von Epstein nutzte diese Kontakte für Einladungen, Reisen und gesellschaftliche Auftritte, bei denen sie als Organisatorin und Türöffnerin wahrgenommen wurde. Diese persönlichen Beziehungen, über Jahre gewachsen, prägen bis heute das Bild der Beteiligten – auch jenseits der Gerichtssäle.






