Psychischer Kollaps durch ihre Rolle: Kate Winslet packt aus

Psychischer Kollaps durch ihre Rolle: Kate Winslet packt aus

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min

Kate Winslet (50) hat offenbart, wie sie eine ihrer härtesten Rollen an den Rand eines psychischen Kollapses trieb – und wie sie sich wieder zurück ins eigene Leben kämpfen musste. In dem Podcast "Lessons from Our Mothers" erzählte die Schauspielerin, dass sie nach den Dreharbeiten zu "Mare of Easttown" professionelle Hilfe in Anspruch nahm, um die Figur loszulassen und in ihre Familie und ihren Alltag zurückzukehren. Die Dreharbeiten starteten 2020 in Pennsylvania, wurden durch Corona unterbrochen und zogen sich statt geplanter sechs über mehr als zwölf Monate hin. "Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen verrückt geworden. Es war ziemlich seltsam", sagte Kate im Podcast. Sie beschreibt den Moment danach als "Wiedereintritt" – zurück zu Freundschaften, zur Routine, zu sich selbst.

Die HBO-Serie, in der Kate eine Ermittlerin spielt, die einen Mord aufklärt und zugleich privates Leid trägt, habe sie "plattgemacht". "Es ist das einzige Mal in meinem Leben gewesen, dass ich mir wirklich richtige Hilfe holen musste, um wieder zu mir selbst zu finden", erklärte sie. Der verschobene Drehplan nach der COVID-Pause habe die Belastung verlängert, die Figur habe sich "ins System eingehakt". "Es dauert eine Weile, eine Figur aus dem eigenen System zu lösen", sagte Kate im Podcast. Genau diese Erfahrung hilft ihr nun als Mutter. Sohn Joe, der gerade karrieretechnisch selbst durchstartet und jüngst die neue Apple-TV-Plus-Serie "Cape Fear" drehte, habe eine "unglaublich verstörende Rolle" gespielt und befinde sich selbst im "Wiedereintritt". Durch ihre eigenen Erfahrungen könne sie ihn in diesem Moment seines Lebens aktiv unterstützen.

Kate, die in jungen Jahren ohne familiäre Hilfe in Hollywood Fuß fassen musste, betonte, wie immens hilfreich es sei, als Mutter bereitzustehen, um nach den Herausforderungen des Berufs eine sichere Anlaufstelle zu bieten. "Ein gutes Essen, frische Luft oder einfach zu wissen, dass man nicht allein ist – das kann einen ganz großen Unterschied machen", sagte die Schauspielerin. Ratschläge verteilt die Oscarpreisträgerin allerdings nur auf Nachfrage, wie sie erzählte. Vertrauen und Nähe seien viel wichtiger als reine Tipps. In Interviews betont die Darstellerin immer wieder, dass jeder Schauspielprozess persönlich ist. Wichtig sei, nach dem Abspann den Menschen hinter der Rolle wiederzufinden – und diese Rückkehr auch daheim vorzuleben. "Du musst heute nichts leisten. Es ist okay, einfach nichts zu machen", beschrieb sie die Botschaft, die sie ihrem Sohn mitgeben möchte – und die ihm bei seinem "Wiedereintritt" in den Alltag helfen soll.

Kate Winslet bei der Netflix-Premiere von "Goodbye June" in New York, Dezember 2025
Getty Images
Kate Winslet bei der Netflix-Premiere von "Goodbye June" in New York, Dezember 2025
Kate Winslet, November 2024
Getty Images
Kate Winslet, November 2024
Auf dem roten Teppich bei der Weltpremiere von "Goodbye June" in London
Getty Images
Auf dem roten Teppich bei der Weltpremiere von "Goodbye June" in London
Wie findet ihr Kates Offenheit über ihre harte Zeit nach "Mare of Easttown"?