

Dalai Lama gewinnt Grammy für bestes Hörbuch
Ein weltbekannter Friedensbotschafter sorgt bei der größten Musiknacht der Welt für eine Überraschung: Der Dalai Lama gewann seinen ersten Grammy – in der Kategorie "Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling" für "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama". Da der 90-Jährige nicht selbst angereist war, nahm der Musiker Rufus Wainwright die Auszeichnung stellvertretend entgegen. "Ich bin nicht der Dalai Lama", erklärte er scherzhaft auf der Bühne. Der Preisträger selbst meldete sich in den sozialen Netzwerken: "Ich nehme diese Auszeichnung mit Demut entgegen. Es ist eine Anerkennung unserer gemeinsamen Verantwortung."
Auf der Homepage der Grammys wurde die Entscheidung der rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy ausführlich begründet. Dort heißt es, die Erzählung des tibetischen spirituellen Führers habe die Abstimmenden mit "tiefer Weisheit" und der "sanften Vortragsweise" in ihren Bann gezogen und den Zuhörern eine meditative Erfahrung geboten, die über ein normales Hörbuch hinausgehe. In seiner Kategorie setzte sich der Dalai Lama unter anderem gegen die US-Richterin Ketanji Brown Jackson durch.
Schon in der Vergangenheit hat der Dalai Lama bewiesen, dass er sich nicht nur durch spirituelle Arbeit, sondern auch durch kreative Projekte auszeichnet. Bereits vor einigen Jahren veröffentlichte er ein Musikalbum, in dem er Gebete und Botschaften mit Melodien verband. Bei den diesjährigen Grammys zählten außer ihm auch Hollywood-Gigant Steven Spielberg (79) oder die Sängerinnen Billie Eilish (24) und Lady Gaga (39) zu den Gewinnern.





