

Darüber tauschte sich Mette-Marit mit Epstein per Mail aus
Mitten in einer ohnehin heiklen Woche für das norwegische Königshaus kochen neue Enthüllungen hoch: Kronprinzessin Mette-Marit (52) soll in den frisch veröffentlichten Epstein-Akten laut der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang rund 1.000 Mal erwähnt werden – samt Mails, in denen sie den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) "so einen Schatz" nennt. Die Nachrichten zeigen einen vertraulichen Ton, Treffen und sogar eine Übernachtung im Haus des US-Unternehmers. "Es ist einfach nur peinlich", ließ Mette-Marit nach Bekanntwerden der Dokumente erklären. Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre drängt nun auf Aufklärung: "Es muss geklärt werden, wie weitreichend diese Kontakte waren", sagte er laut Verdens Gang. Brisant: Parallel startet am Dienstag der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29) – die Vorwürfe reichen von Missbrauch über Gewalt bis zu Drogenkonsum.
Die E-Mail-Korrespondenz, die die Zeitung aus den Akten zitiert, liest sich streckenweise wie vertrauliche Plauderei. 2012 bedankt sich Mette-Marit für Blumen und schließt mit "In Liebe, Mm". Als Epstein schreibt, er sei in Paris auf "Frauenjagd", kontert die Kronprinzessin, die Stadt sei "gut für Untreue", Skandinavierinnen aber "besseres Ehematerial". In einer anderen Mail fragt sie, ob es "für eine Mutter unangemessen ist", dem damals 15-jährigen Sohn einen Bildschirmhintergrund mit "zwei nackten Frauen, die ein Surfbrett tragen" vorzuschlagen – Epstein rät, der Junge solle selbst entscheiden, "die Mutter sollte sich da raushalten". Gleichzeitig deutet Mette-Marit an, dass sie seinen Ruf kannte: "Habe dich nach der letzten Mail gegoogelt. Stimme zu, es sah nicht allzu gut aus ", schrieb sie 2011. Trotzdem hält der Kontakt an, sie formuliert Sätze wie "Du kitzelst meinen Verstand". Die Verbindung soll mindestens bis 2014 bestanden haben; zudem wurde bekannt, dass die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) in Epsteins Haus übernachtete.
Abseits der politischen Forderungen richtet sich nun auch der Blick auf das Private. Freunde beschreiben Mette-Marit seit Jahren als jemand, der Nähe sucht, kleine Gesten schätzt und gern direkte, manchmal flirty wirkende Mails schreibt – eine Kommunikationsart, die in gedruckter Form schnell kühner wirkt, als sie im Moment des Tippens gemeint war. Bei Familienauftritten fällt auf, wie eng sie mit Haakon auftritt, oft Hand in Hand, und wie sehr sie in Gesprächen das Thema Kinder anspricht. Marius, der älteste Sohn, galt lange als Freigeist mit einem Hang zu Mode, Musik und Schnellbooten, während die jüngeren Halbgeschwister eher im Schutzschirm des Palastes bleiben. In privater Runde betont die Kronprinzessin gern Rituale wie gemeinsame Abendessen und lange Spaziergänge, bei denen Handys in der Tasche bleiben. Diese ruhigen Inseln waren ihr wichtig, besonders in Phasen, in denen Schlagzeilen den Ton vorgaben.








