Epstein-Skandal: Die Clintons sagen vor dem Kongress aus
Bill (79) und Hillary Clinton (78) haben zugestimmt, im Jeffrey Epstein (†66)-Skandal vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses auszusagen – unter Eid und auf Einladung des republikanisch geführten Gremiums in Washington. Ursprünglich sollten die beiden Anfang des Monats zu einer Befragung erscheinen, blieben dem Termin jedoch fern und ließen über Anwälte erklären, die Vorladungen seien "rechtlich ungültig". Ausschusschef James Comer warf dem Duo daraufhin vor, "rechtmäßigen Vorladungen" auszuweichen. Nun die Kehrtwende: Ein genauer Termin für die Anhörung steht zwar noch nicht fest, doch das Paar sagt aus.
Nachdem bereits mit einem Votum über strafrechtliche Konsequenzen wegen Missachtung des Kongresses gedroht worden war, lenkten Bill und Hillary nun ein. Bills stellvertretender Stabschef Angel Urena verteidigte die beiden in einer Erklärung, die unter anderem von US-Medien wie Just Jared und TMZ verbreitet wurde: "Sie haben in gutem Glauben verhandelt. Sie nicht. Sie haben Ihnen unter Eid gesagt, was sie wissen, aber das kümmert Sie nicht. Doch der ehemalige Präsident und die ehemalige Außenministerin werden erscheinen. Sie freuen sich darauf, einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt", hieß es.
Der Unternehmer Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis starb, hatte ein weit verzweigtes Netzwerk aus Kontakten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgebaut. Bill taucht in freigegebenen Dokumenten und Flugprotokollen aus den frühen 2000er-Jahren auf, die mehrere Reisen mit Jeffreys Privatjet auflisten. Der Demokrat betonte in der Vergangenheit jedoch, nie auf dessen Privatinsel gewesen zu sein – der Ort, an dem unzählige Gräueltaten gegenüber jungen Frauen stattgefunden haben sollen. Hillary erklärte laut US-Medien, sie habe Jeffrey nie getroffen oder mit ihm gesprochen.








