

2. Tag: Marius Borg Høiby bricht vor Gericht in Tränen aus
Mitten im Saal 250 des Gerichts in Oslo wird es still, als Marius Borg Høiby (29) an diesem zweiten Prozesstag in den Zeugenstand tritt – und die Fassung verliert. Der 29-Jährige ringt mit den Worten, Tränen laufen, seine Stimme bricht. "Ich finde es unglaublich schwierig, vor so vielen Menschen zu sprechen", erklärt er und ergänzt: "Ich werde seit meinem dritten Lebensjahr von der Presse verfolgt. Ich wurde von ihnen schikaniert und gequält. Dass die Presseleute nun in diesem Gerichtssaal sitzen müssen, finde ich absolut entsetzlich."
Wie VG weiter berichtet, sieht Marius die Schuld bei den Medien. Sie würden alles verdrehen. Er betont, dass er lediglich der Sohn einer royalen Mutter sei, sonst nichts. "Ich hatte ein extremes Bedürfnis nach Anerkennung", betont er. Etwas ruhiger, aber dennoch mitgenommen von den Umständen, gewährt der Richter Marius, beim Sprechen Pausen einzulegen. Dann spricht er weiter: "Ich will alles außer Aufmerksamkeit. Vor allem nicht in den Medien."
Während seiner Aussage kommt Marius auch auf eine Nacht im Dezember 2018 zu sprechen – in jener Nacht soll er eine Frau vergewaltigt haben. Zu diesem Zeitpunkt habe er das erste Mal Kokain konsumiert, erklärt er dem Magazin zufolge. Die Ursache für sein Verlangen nach Drogen, Sex und Alkohol soll anscheinend von außen gekommen sein. Sein "extremes Bedürfnis nach Bestätigung" habe dazu geführt.





