

Jeffrey Epsteins Testament: Wer sollte sein Vermögen erben?
Neue Details zum Fall Jeffrey Epstein (†66) werfen ein Licht auf die letzten Tage des verstorbenen Multimillionärs. Wie aus Recherchen des Business Insider hervorgeht, soll der verurteilte Sexualstraftäter nur zwei Tage vor seinem Tod im August 2019 ein Dokument namens "The 1953 Trust" unterzeichnet haben. Darin hielt er akribisch fest, wie sein Vermögen von rund 630 Millionen US-Dollar (532 Millionen Euro) unter insgesamt 43 Begünstigten aufgeteilt werden sollte. Ganz oben auf der Liste stand seine Verlobte Karyna Shuliak, der er neben 100 Millionen Dollar (84,5 Millionen Euro) auch sein Immobilienportfolio – darunter Villen in Manhattan und Paris sowie zwei Privatinseln – vermachen wollte.
Neben seiner Partnerin bedachte Epstein in dem Dokument zahlreiche langjährige Weggefährten. So sollten sein Anwalt Darren Indyke 50 Millionen Dollar (42 Millionen Euro) und sein Buchhalter Richard Kahn 25 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) erhalten. Auch die mittlerweile verurteilte Ghislaine Maxwell (64) war mit zehn Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro) eingeplant. Besonders brisant: Sogar die Kinder der norwegischen Botschafterin Mona Juul wurden im Testament aufgeführt, was später zur Suspendierung der Diplomatin führte. Die Liste der Erben erstreckte sich weiter über Familienmitglieder wie seinen Bruder Mark bis hin zu Hausangestellten und Piloten.
Trotz der detaillierten Planung ist es jedoch höchst unwahrscheinlich, dass die genannten Personen jemals etwas von dem Geld sehen werden. Rechtlich gesehen gilt das Testament als nahezu wertlos, da die Forderungen der Missbrauchsopfer rechtlichen Vorrang haben. Ein Anwalt der Nachlassverwalter stellte klar, dass keinerlei Auszahlungen an die Erben geleistet werden, solange nicht alle Entschädigungsansprüche geprüft und beglichen sind. Angesichts der Vielzahl der Betroffenen und der Schwere der Taten wird erwartet, dass Epsteins gesamtes Vermögen für die Zahlungen an die Opfer aufgewendet werden muss.





