Kronprinzessin Mette-Marit besucht Sohn Marius im Knast
Tränen im Gerichtssaal und Besuch im Knast: In Oslo musste Marius Borg Høiby (29) am Donnerstag vor Gericht aussagen – und brach in der Zeugenbox in sich zusammen, als der Staatsanwalt hartnäckig nach seinem Sexleben, nach Pornos und Drogen fragte. Kurz nach diesem emotionalen Auftritt fuhren Kronprinzessin Mette-Marit (52) und Kronprinz Haakon (52) in einem dunkelblauen BMW zum Stadtgefängnis der norwegischen Hauptstadt, um Marius zu sehen. Nach Angaben der Zeitung SE og HØR sollen die Royals gegen 19.29 Uhr durch das Tor des Gefängnisses gefahren und rund 45 Minuten bei Marius in dessen Zelle geblieben sein, bevor sie um 20.34 Uhr das Gelände wieder verließen. Es ist das erste Mal in der Geschichte Norwegens, dass zwei Mitglieder der königlichen Familie ein Gefängnis aus rein privaten Gründen besuchen.
Der 28-Jährige sitzt seit dem vergangenen Wochenende in Untersuchungshaft im Stadtgefängnis von Oslo, nachdem die Polizei ihn bereits zum vierten Mal festgenommen hatte. Er soll kurz vor Prozessbeginn eine Freundin mit einem Messer bedroht haben; wegen Wiederholungsgefahr ordnete ein Richter daraufhin vier Wochen U-Haft an. Vor Gericht schilderte Marius seinen Alltag hinter Gittern mit den Worten: "Ich sitze allein in meiner Zelle und denke und denke…" Laut seinen Anwälten wurde er nach der Festnahme zunächst für einen Tag in ein Krankenhaus gebracht und erhält seitdem starke Medikamente, weshalb seine Aussagen im Prozess seit Dienstag teilweise stockend und sehr langsam wirken. Dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit droht eine mehrjährige Haftstrafe, nächste Woche wird es besonders heikel: Dann geht es um den Fall der sogenannten "Lofoten-Frau", den einzigen Vergewaltigungsvorwurf mit Geschlechtsverkehr unter insgesamt 38 Anklagepunkten. Brisant dabei: Damals war Marius nicht allein auf den Lofoten, sondern verbrachte dort gemeinsam mit Mette-Marit und Haakon einige Urlaubstage.
Im Gerichtssaal zeigte sich Marius in den vergangenen Tagen immer wieder emotional angeschlagen. Die Tränen standen ihm oft in den Augen, er wirkte erschöpft und unkonzentriert. Laut seinem Verteidiger Petar Sekulić war Marius zwar "in der Lage, eine gründliche und gute Aussage zu machen", aber gesundheitlich weiterhin angeschlagen. "Er nimmt Medikamente, und das ist alles, was ich dazu jetzt sagen kann", erklärte der Anwalt gegenüber dem norwegischen Medium VG. Dass Marius mit seiner Aussage zufrieden war, bestätigte Sekulić ebenfalls: "Er hat das Gefühl, dass er seine Aussage gut gemacht hat." Offen sprach der Sohn der Kronprinzessin auch über seine psychische Gesundheit und seinen langjährigen Kampf mit Drogenmissbrauch: "Ich leide unter mehreren psychischen Erkrankungen, die mir während meiner gesamten Kindheit und meinem Erwachsenenleben Probleme bereitet haben und weiterhin bereiten", gab er bereits im August 2024 zu.








