

Zeugin schildert Schock von Marius Borg Høibys Opfer
Marius Borg Høiby (29) muss sich in Oslo weiterhin vor Gericht verantworten. Im Fokus steht ein Vorfall, bei dem ihm ein sexueller Übergriff vorgeworfen wird. Dieser soll auf Schloss Skaugum stattgefunden haben, nachdem er gemeinsam mit einer Frau – bekannt als "Skaugum-Frau" – und weiteren Gästen von einer Party in sein Zuhause weitergezogen war. Die Frau sei laut den Vorwürfen im Schlaf von Marius intim berührt worden, wovon sie jedoch nichts mitbekommen haben soll. Erst bei einer Vorladung durch die Polizei sei sie mit entsprechenden Fotos konfrontiert worden. "Ich sehe aus wie tot", soll die Frau dabei gesagt haben, wie heute eine enge Freundin der Betroffenen als Zeugin vor Gericht schilderte. Das berichtet VG.
Die Freundin berichtete, dass die Betroffene bei ihrem ersten Kontakt mit der Polizei zunächst völlig ahnungslos gewesen sei. Sie habe nicht verstehen können, warum sie überhaupt vorgeladen wurde. Erst durch die Aufnahmen sei klar geworden, was passiert sein soll, was für ihre Freundin eine starke psychische Belastung darstellte. Die "Skaugum-Frau" habe einen guten Eindruck von Marius gehabt und sei deshalb besonders schockiert gewesen, als sie derartige Anschuldigungen erfuhr. "Sie konnte es nicht glauben, dass er es war", zitierte die norwegische Zeitung VG die Aussage der Zeugin. Im Nachhinein hätten die beiden viel darüber gesprochen. "Es war eine starke psychische Belastung", erklärte die Zeugin und ergänzte, dass ihre Freundin nie gedacht hätte, "Teil von so etwas" zu werden: "Wir haben darüber gesprochen, wie wir hoffen, dass er die Hilfe bekommt, die er braucht."
Bereits am Vortag hatte sich Marius vor Gericht in Widersprüche verstrickt. Während er zunächst betonte, nie Sex mit schlafenden Personen gehabt zu haben, hörte sich das bei der erneuten Befragung schon anders an. "Manchmal waren die Frauen müde, und dann haben sie gesagt, dass ich einfach weitermachen kann. Manchmal habe ich auch nicht gemerkt, dass sie eingeschlafen sind, aber es gab da diese Absprache", gab der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) laut VG vor Gericht an.





