Prinzessin Ingrid Alexandra wehrt sich gegen Medienzirkus
Prinzessin Ingrid Alexandra (22) hat genug: Auf einem privaten Instagram-Account mit nur rund achthundert Followern wettert die Thronfolgerin gegen die aktuelle Berichterstattung über ihre Familie. Auslöser sind die zwei Fronten, die das norwegische Königshaus erschüttern: der laufende Prozess gegen Stiefprinz Marius Borg Høiby (29), dem unter anderem mehrere Vergewaltigungen vorgeworfen werden, und die bekannt gewordenen Kontakte von Kronprinzessin Mette-Marit (52) zu Jeffrey Epstein (†66). In den frisch veröffentlichten Epstein-Akten soll die Royal laut der norwegischen Tageszeitung Verdens Gang rund 1.000 Mal erwähnt werden. Auch von einer Übernachtung im Haus des US-Unternehmers ist die Rede.
Während die Medien weltweit jede Wendung sezieren, hat sich Ingrid Alexandra nun selbst zu Wort gemeldet – wütend, deutlich und persönlich. Sie hat klargestellt, worum es ihr geht. In dem Social-Media-Beitrag, über den NRK berichtet, schreibt die Prinzessin: "Das hier betrifft keinen Fall, nicht Marius, nicht Mama oder Papa oder Magnus. Es geht um persönliche Angriffe. Es gilt für alle, aber meistens trifft es uns. Ich habe das hier geschrieben, weil ich wütend werde. Wann ist genug genug?" Zudem mahnt sie: "Es ist wichtig, keine Anschuldigungen zu erheben, für die man keine Grundlage hat." Der Norwegische Rundfunk bat den Hof um eine Stellungnahme zu dem Post, doch das Königshaus wollte den Inhalt nicht kommentieren. Der digitale Ausbruch der sonst zurückhaltenden Royal passt in eine Woche, in der die Schlagzeilen nicht abreißen und die öffentliche Debatte in Norwegen und darüber hinaus aufgeladen ist.
Ingrid Alexandra studiert seit diesem Sommer in Sydney und bewegt sich zwischen ihrem Pflichtgefühl gegenüber der Krone und ihrem Wunsch nach Privatheit. Im Gespräch mit norwegischen Medien war die Prinzessin in der Vergangenheit vorsichtig, wenn es um ihre Familie ging, und betonte vor allem, wie belastend die Situation für alle Beteiligten sei. Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum sie dem Gerichtssaal bislang fernblieb. Denn seit Dienstag, 3. Februar, steht Marius in Oslo vor Gericht – und muss sich in insgesamt 38 Anklagepunkten unter massivem öffentlichen Druck verantworten. Die Tatsache, dass sie ihren jüngeren Bruder Magnus und ihre Eltern oft als "mein Team" bezeichnet, zeigt, wie wichtig ihr Zusammenhalt ist – auch in schwierigen Zeiten.











