Naomi Campbell hatte nach Verurteilung Kontakt mit Epstein
Naomi Campbell (55) gerät nach der jüngsten Veröffentlichung der Epstein-Akten massiv in Erklärungsnot: Die Unterlagen des US-Justizministeriums zeichnen ein Bild enger Kontakte zwischen dem Supermodel und Jeffrey Epstein (†66) – und das über viele Jahre hinweg, auch nach dessen Verurteilung 2008 wegen Sexualdelikten an minderjährigen Mädchen. Aus E-Mails und Notizen von Epsteins Assistentin geht hervor, dass Naomi ihn zu glamourösen Partys, Charity-Galas und zu ihrer legendären 40. Geburtstagsfeier in Cannes einlud. Gleichzeitig taucht auch Mick Jagger (82) in den Dokumenten auf.
Hinter den funkelnden Kulissen steckt eine Vielzahl an Details: In frühen Nachrichten bittet Naomi um Feedback zu einer geplanten Bademoden-Kollektion für Victoria’s Secret. 2010 werden Treffen in Epsteins Haus arrangiert, unter anderem mit Handelsmanagerin Linda Wachner. Später häufen sich Nachrichten an Epsteins Büro. Im Jahr 2016 organisierte Naomi mehrere Reisen mit seinem Flugzeug. Als die Pläne nicht aufgingen, zeigte sich Naomi laut der Daily Mail frustriert: "Naomi hat inzwischen zweimal angerufen und gesagt, dass sie keinen Backup-Plan hat, da sie wirklich dachte, dass das mit dir funktionieren würde", schrieb Epsteins Assistentin. Die Akten erwähnen auch, dass Naomis Name in Aussagen zweier Frauen auftaucht, darunter eine, die Epstein bei einer Party in New York traf, auf der Naomi anwesend gewesen sein soll. Gleichzeitig existieren wohl Fotos, die sie in den 2000ern mit Ghislaine Maxwell (64) zeigen sollen. Auch bei Mick häufen sich Verbindungen: E-Mails über Dinnerpläne, ein FedEx-Beleg für eine Sendung an den Sänger auf Epsteins Rechnung, sowie der Vermerk, sein Team wolle "im neuen Jahr" in New York zusammenkommen. Die US-Behörden weisen jedoch darauf hin, dass die freigegebenen Akten auch fehlerhafte Einreichungen enthalten könnten und daraus kein Fehlverhalten abzuleiten ist.
Abseits der nüchternen E-Mail-Protokolle wirft die Veröffentlichung erneut ein Schlaglicht auf die schillernden Freundeskreise rund um Epstein – und auf die Frage, wie nah Prominente dessen luxuriösem Leben tatsächlich gekommen sind. Naomi hat Epsteins Taten öffentlich als "unentschuldbar" bezeichnet. "Als ich hörte, was er getan hat, wurde mir schlecht. Ich stehe hinter den Opfern", so das Model laut der Daily Mail. Dennoch zeigen die Unterlagen, wie selbstverständlich sich die Modeikone, der Rockstar und andere Größen aus Entertainment und High Society in denselben Kreisen bewegten, sich zum Dinner mit Filmregisseur Woody Allen (90) verabreden ließen oder über Assistenten Einladungen hin- und herschickten. In Talkshows und Debatten wird seit Veröffentlichung der Akten immer wieder darüber gesprochen, welche Rolle auch Frauen, Gastgeberinnen, Freundinnen und enge Vertraute in solchen Milieus spielten – ob sie wegsahen, Grenzen zogen oder andere schützten. Genau diese Zwischenräume persönlicher Nähe, Loyalität und Schweigen rücken nun für viele Beteiligte unangenehm ins Rampenlicht.







