Whoopi Goldberg meint: Frauen mitschuldig im Epstein-Skandal
Whoopi Goldberg (70) hat in "The View" deutliche Worte gefunden – mit Blick auf die fortlaufende Veröffentlichung der Epstein-Akten. Die Schauspielerin sprach am Mittwoch in New York darüber, dass nicht nur mächtige Männer einander geschützt hätten. Aus ihrer Sicht hätten auch Frauen weggesehen und damit dazu beigetragen, dass Missbrauchssysteme bestehen konnten. "Wir waren mitschuldig. Wir sind mitschuldig", sagte Whoopi in der ABC-Sendung und löste damit eine hitzige Diskussion am Tisch aus. Als Joy Behar nachhakte, erklärte Whoopi, Frauen hätten zu selten eingeschritten, zu selten "Stopp" gesagt und andere Frauen unterstützt. Die Co-Hosts bezogen sich auf Namen, die in den Dokumenten auftauchen, und die Dynamiken, die eine Aufklärung jahrelang ausgebremst haben sollen.
Sunny Hostin nannte in der Runde Ghislaine Maxwell (64) als Beispiel – die einstige Vertraute von Jeffrey Epstein (†66) sitzt wegen ihrer Rolle im Missbrauchskomplex im Gefängnis. Zugleich würdigten die Gastgeberinnen Frauen, die heute für die Betroffenen kämpfen, darunter Melinda Gates (61). "Sie stehen auf, wo andere nicht aufstehen", betonte Whoopi in der Sendung. Die Diskussion fiel in eine Woche, in der erneut prominente Namen in Unterlagen auftauchten. So erklärte Jon Stewart (63) in "The Daily Show", warum sein Name in einer E-Mail zwischen Epstein und Produzent Barry Josephson erwähnt wird – demnach als Vorschlag, er könne für ein geplantes Woody-Allen-Projekt moderieren oder erzählen. Auf Gerüchte, die Co-Moderatorinnen selbst seien in den Akten genannt, reagierten Whoopi und Joy mit einem Scherz, stellten aber klar, dass solche Behauptungen von Gegnern lanciert worden seien und nicht zuträfen.
Die Wucht der Debatte speist sich auch aus neuen Einzelheiten, die das Ausmaß des Epstein-Komplexes greifbar machen. In Unterlagen und persönlichen Aufzeichnungen von Betroffenen tauchen seit Monaten erschütternde Schilderungen auf – darunter Hinweise auf Ereignisse im Umfeld von Ghislaine und rätselhafte Mails aus dem prominenten Umfeld, die Fragen offenlassen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf jene, die den Opfern den Rücken stärken, Netzwerke sichtbarer machen und Druck auf Behörden und Institutionen ausüben. Whoopi, die privat selten über ihr Engagement spricht, betont regelmäßig, dass Solidarität kein abstrakter Begriff bleiben dürfe.








