Marius Borg Høiby widerspricht der ersten Zeugin vehement

Marius Borg Høiby widerspricht der ersten Zeugin vehement

- Sandra Janke
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Marius Borg Høiby (29) hat im Gerichtssaal in Oslo der Aussage der ersten Zeugin entschieden widersprochen. Am zweiten Verhandlungstag schilderte der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) die Geschehnisse der Nacht des 20. Dezembers 2018 auf dem Anwesen Skaugum aus seiner Sicht und stellte klar, dass der Sex mit der sogenannten "Skaugum-Frau" einvernehmlich gewesen sei. Vor Staatsanwalt Sturla Henriksbø betonte Marius mehrfach, die Frau sei wach gewesen, als es zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. "Nummer eins. Ich schlafe nicht mit Frauen, die nicht wach sind", sagte Marius in seiner Aussage energisch, wie unter anderem Nettavisen berichtet.

Im Kreuzverhör ging es vor allem um mögliche Videoaufnahmen und Fotos, die die Polizei von der "Skaugum-Frau" sicherstellte und die sie im Zusammenhang mit den Vorwürfen eines sexuellen Missbrauchs im Schlaf oder in einer wehrlosen Situation zeigen sollen. Marius wurde aufgefordert, die Aufnahmen zu kommentieren und etwa zu sagen, ob er darauf erkenne, dass sich die Frau bewege. Dies verneinte er, blieb aber dabei, dass sie bei Bewusstsein gewesen sein müsse. Gleichzeitig zeigte er sich genervt von den wiederholten Nachfragen und äußerte: "Das habe ich doch schon eine Million Male erklärt." Ob er die Frau damals gefilmt habe, ließ er offen: "Ich kann mich daran nicht genau erinnern." Die als "Skaugum-Frau" bekannte Zeugin hatte zuvor angegeben, dass es zwischen Marius und ihr lediglich eine einvernehmliche Begegnung gegeben habe, an weitere Zusammenkünfte könne sie sich nicht erinnern, weshalb sie von einer Betäubung ausgehe.

Im Hintergrund des Prozesses steht eine Nacht, die mit einer Begegnung in einem Club in Oslo begann und später in einer Afterparty auf Skaugum endete. Dort soll die junge Frau gemeinsam mit Marius und weiteren Gästen weitergefeiert haben, bevor ihre Erinnerungen nach eigener Darstellung lückenhaft wurden. Für Marius, der seit Jahren als Mitglied der norwegischen Königsfamilie im öffentlichen Fokus steht, bedeutet der Prozess eine extreme Belastung für das private Umfeld. Zuletzt hatte Marius bei seiner Aussage überrascht, indem er seine Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, von Fehlverhalten freisprach.

Marius Borg Høiby bei der Gartenparty zum 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim 2016
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Marius Borg Høiby bei der Gartenparty zum 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim 2016
Gerichtszeichnung: Marius Borg Hoiby während des Prozesses im Osloer Bezirksgericht
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Gerichtszeichnung: Marius Borg Hoiby während des Prozesses im Osloer Bezirksgericht
Prinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby bei der Jubiläums-Garden-Party in Trondheim 2016
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Prinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby bei der Jubiläums-Garden-Party in Trondheim 2016
Wie wirkt Marius’ Auftritt im Gerichtssaal auf euch?