Schweigen verboten? Das soll in Dschungel-Verträgen stehen
Im australischen Dschungelcamp in der Nähe von Murwillumbah sollen für die Kandidaten offenbar knallharte Regeln gelten – und eine davon lautet angeblich: Schweigen ist verboten. Wie Bild berichtet, liegt der Redaktion der geheime Vertrag vor, den Teilnehmer wie Patrick Romer (30), Samira Yavuz (32) oder Ariel unterschreiben müssen, bevor sie ins RTL-Camp einziehen. Demnach dürfen sich die Stars küssen, sie dürfen sogar miteinander schlafen – allerdings jederzeit unter Beobachtung der Kameras, ohne Chance auf einen geschützten Moment. Wer tagsüber nur schläft oder sich konsequent aus Gesprächen raushält, riskiert laut Bericht massiven Ärger. Und selbst wer nachts einfach die Flucht ergreifen will, soll das nicht dürfen: Der Vertrag kenne offenbar nur einen einzigen erlaubten Exit – den berühmten Satz "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" vor laufender Kamera.
Aus dem von Bild beschriebenen Papier geht weiter hervor, dass es im Camp praktisch keinen Ort gibt, an dem die Promis wirklich unter sich sind. Selbst die Dusche sei kein Rückzugsort, sondern Teil der Show; dort gelten Produktions- und Sicherheitsregeln wie überall sonst auch. In Sachen Umgangston ist angeblich vieles erlaubt: Schreien, Ausraster, harte Worte – solange die Grenze zu Diskriminierung, Mobbing oder Beleidigungen "unter der Gürtellinie" nicht überschritten wird. Besonders streng scheint der Vertrag bei der Mitwirkung zu sein: Komplettes Verstummen ist offenbar untersagt, die Camper müssen reden, sonst drohen "Vertragsprobleme". Auch der Ausstieg ist penibel geregelt: Nach Sonnenuntergang darf niemand einfach das Camp verlassen, wer abbrechen will, muss warten und dann den bekannten Satz in die Kamera rufen. Nur dann gilt der Rückzug als ordnungsgemäß, alles andere wäre nach dem Bericht Vertragsbruch.
Auch nach dem Abenteuer im Busch ist angeblich längst nicht alles vorbei: Laut Bild gelten für die Ex-Camper weiterhin Schweigepflichten, genaue Interview-Vorgaben und strenge Regeln für Social Media. Familie und Freunde sollen ebenfalls zum Schweigen verpflichtet sein, weil sonst für den Ex-Teilnehmer Vertragsstrafen drohen könnten. Die Gage wird demnach in vier Raten gezahlt – von der Unterschrift bis zur Rückkehr aus Australien –, doch sie ist an Wohlverhalten gekoppelt: Wer freiwillig auszieht oder gegen zentrale Vorgaben verstößt, soll Teile des Geldes verlieren können. Manche Vertragsklauseln seien zudem bewusst schwammig gehalten, um dem Sender maximalen Spielraum für Entscheidungen im laufenden Betrieb zu lassen, heißt es. Ein RTL-Sprecher wollte den Bericht jedoch nicht bestätigen und erklärte lediglich: "Zu vertraglichen Angelegenheiten äußern wir uns nicht".






