Dschungelkönig Gil: Hotelmitarbeiter bricht sein Schweigen

Dschungelkönig Gil: Hotelmitarbeiter bricht sein Schweigen

- Promiflash Redaktion
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Gil Ofarims (43) Auftritt und Sieg im Dschungelcamp hat den lange juristisch aufgearbeiteten Davidstern-Fall erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Mit seinen Aussagen deutete der Sänger an, dass es möglicherweise Unklarheiten rund um die damaligen Videoaufnahmen aus der Hotellobby gegeben habe. Nun äußert sich der frühere Hotelmitarbeiter Markus W. selbst zu diesen Andeutungen und stellt klar, dass aus seiner Sicht an den festgestellten Tatsachen kein Zweifel besteht. Auch mit anderen Behauptungen räumt er im Interview mit DIE ZEIT auf.

Die Videoaufnahmen
Der 37-Jährige zeigt sich deutlich irritiert. "Es macht mich fassungslos", sagt er mit Blick auf die jüngsten Aussagen. Weder das Gericht noch die beauftragten Videogutachter hätten jemals Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aufnahmen geäußert. Ebenso eindeutig seien die Zeugenaussagen gewesen. "Weder das Gericht noch der Videogutachter haben die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel gezogen – ebenso wenig wie die Aussagen der Zeugen", betont Markus W.

Gibt es einen Schweigedeal?
Besonders wichtig ist ihm eine Klarstellung rund um einen angeblichen Schweigedeal. Entgegen der Darstellung, die bei vielen Zuschauern entstanden sei, gebe es keinerlei Vereinbarung, die Gil das Sprechen verbiete. "Es gibt übrigens auch keinen Schweigedeal oder eine Verschwiegenheitsverpflichtung, obwohl Herr Ofarim das nahelegt", stellt er klar. Der Sänger dürfe über die Vorgänge in der Lobby sprechen – allerdings mit einer Einschränkung: "Das Einzige, was er nicht wiederholen darf, ist die Unwahrheit über mich." Diese Einschränkung sei Teil des gerichtlichen Vergleichs gewesen. Markus W. erläutert, dass Gil eine Unterlassungserklärung abgegeben habe. Konkret bedeute das: "Er darf nicht mehr sagen, dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidstern-Kette des Hotels verwiesen hätte. Und er darf auch keine ähnlichen Aussagen tätigen, die andeuten, dass eine antisemitische Äußerung stattgefunden habe. Das ist alles."

So bewertet Markus W. Gils Dschungelauftritt
Auch der finanzielle Aspekt des Vergleichs kommt zur Sprache. Vereinbart wurde ein Schadenersatz in Höhe von 20.000 Euro, der bislang noch nicht ausgezahlt worden sei. Die Höhe von Gils mutmaßlicher Dschungelcamp-Gage spiele für ihn jedoch keine Rolle. "Die Gage? Die ist mir gleich", sagt Markus W. nüchtern. Was ihn hingegen beschäftigt, ist die Wirkung von Gils Auftritt im Fernsehen. "Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte", erklärt der Hotelmitarbeiter offen. Für ihn entstehe dadurch der Eindruck, "dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt". Dabei habe die Staatsanwaltschaft aus seiner Sicht klare Tatsachen ermittelt, "die vor Gericht Bestand hatten". Zudem erinnert Markus W. daran, dass Gil diese Tatsachen selbst bestätigt habe – "indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte". Dass der Fall nun erneut diskutiert werde, treffe ihn persönlich. "Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich", fasst Markus W. seine Situation zusammen.

Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026
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Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026
Gil Ofarim im November 2023 vor Gericht
IMAGO / EHL Media
Gil Ofarim im November 2023 vor Gericht
Gil Ofarim bei der Abreise zum Dschungelcamp am Flughafen Frankfurt am Main, 16.01.2026
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Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026
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Hat Gils Dschungelcamp-Auftritt die Wahrnehmung des Falls für euch verändert?