

Erkennst du ihn? Unfassbare Verwandlung in "Yellowstone"
Wer die Yellowstone-Welt liebt, dürfte bei diesem Gesicht zweimal hinsehen: James Jordan zeigt dort eine Verwandlung, die man so kaum erkennt. In der Mutterserie "Yellowstone" tritt der Schauspieler als Livestock Agent Steve Hendon auf, ein kompromissloser Gesetzeshüter, der Seite an Seite mit Kayce, gespielt von Luke Grimes (42), Viehdieben nachsetzt und im Zweifel schneller zur Waffe greift, als man "Dutton" sagen kann. Und dann, Schnitt: Im Prequel "1883" steht derselbe Mann als Koch am Feuer, hört auf den rauen Rufnamen Cookie und rührt statt Kugelhagel den Eintopf an – angeheuert von Thomas, dem ehemaligen Buffalo-Soldaten, der in der Serie von LaMonica Garrett gespielt wird. Die überraschende Doppelrolle sorgt seit ihrer Ausstrahlung für Gesprächsstoff, weil Jordan in beiden Welten so dermaßen unterschiedlich wirkt, dass Fans stutzen: Gleicher Mann, völlig anderes Auftreten, völlig anderes Leben.
Der kreative Kopf hinter dieser Besetzungsidee ist Taylor Sheridan, der Schöpfer des "Yellowstone"-Universums. Sheridan arbeitet bekanntlich gerne mit vertrauten Gesichtern zusammen. Mit James verbindet ihn laut Kino.de eine lange Strecke: Erste gemeinsame Station war 2017 der Neo-Western "Wind River", später folgten Serien wie "Mayor of Kingstown" und "Landman". Im Kosmos um die Duttons taucht dieser Ansatz immer wieder auf. Sheridan selbst sattelte zwischen Rollen um – in "Yellowstone" als Pferdetrainer Travis Wheatley, in "1883" als Rancher Charles Goodnight. Auch Dawn Olivieri wechselte nahtlos die Seite: In "1883" spielte sie Claire, während sie in "Yellowstone" als knallharte Gegenspielerin Sarah Atwood zurückkehrte. Martin Sensmeier wiederum war in "1883" der Comanche Sam und in "Yellowstone" als Physiotherapeut an der Seite von Kelsey Asbille alias Monica zu sehen. Wer die Unterschiede selbst entdecken will, findet alle Serienableger gebündelt im Stream bei Paramount+.
Abseits der Rollen bleibt James ein vertrauter Name für Fans moderner Western-Stoffe, die auf echte Typen setzen. Der Schauspieler ist seit Jahren Teil von Sheridans Ensemble, was hinter den Kulissen als von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit gilt. Jordan gilt als einer, der sich in Figuren verbeißen kann: als knorriger Cowboy-Kollege, der wortkarg abliefert, genauso wie als grantiger Lagerfeuer-Koch, dessen loses Mundwerk die Karawane bei "1883" auf Trab bringt. Wer ihm in Interviews zuhört, bekommt das Bild eines Handwerkers, der lieber arbeitet, als über Arbeit zu reden. Kolleginnen und Kollegen schätzen an ihm nach eigenen Aussagen die ruhige, klare Art am Set, die in hektischen Western-Drehs Sicherheit gibt. Genau diese Mischung aus Verlässlichkeit und Wandlungsfähigkeit dürfte auch der Grund sein, warum Taylor Sheridan ihn immer wieder anruft und Fans ihn selbst im Staub von Montana zweimal neu entdecken.






