Warum Kevin Costner strikt vom Set-Kollegen getrennt wurde
Am Set der Erfolgsserie "Yellowstone" gab es eine ungewöhnliche Regel: Kevin Costner (71) und Josh Lucas, die denselben Charakter in unterschiedlichen Lebensphasen darstellen, durften sich niemals begegnen. Dieses strikte Kontaktverbot wurde von Serienschöpfer Taylor Sheridan angeordnet. Sein Plan war es, die beiden Schauspieler daran zu hindern, die Darstellung des jeweils anderen zu beeinflussen. Sheridan ließ sich dabei von einer Methodik inspirieren, die schon bei der Oscar-prämierten Filmreihe "Der Pate" erfolgreich angewandt wurde. Dort verkörperten Marlon Brando (†80) und Robert De Niro (82) die Figur Don Vito Corleone in verschiedenen Zeitabschnitten und arbeiteten bewusst unabhängig voneinander, um ihre eigene Interpretation der Rolle zu bewahren.
Josh Lucas erklärte, dass Sheridan großen Wert auf eine emotionale Darstellung legte, anstatt rein auf physische Imitation zu setzen. Dennoch hat Lucas sich intensiv mit Costners Darstellung beschäftigt, um den Charakter John Dutton glaubhaft zu verkörpern. "Ich war besessen davon", gestand er in einem Interview. Zuhause übte er Haltung, Gang und Stimme der Figur, durfte sich am Set aber keinerlei Austausch mit Costner erlauben. Für Lucas sollten die Rückblenden von Staffel fünf den Höhepunkt seiner Darstellung markieren. Sheridan plante ganze Episoden, die sich auf die Vergangenheit von John Dutton konzentrieren würden. Doch Costners plötzlicher Konflikt mit Sheridan, der ihn 2024 endgültig zum Ausstieg aus der Serie bewegte, machte diese Pläne zunichte. Mit dem Tod von John Dutton endete auch Lucas’ Rolle als jüngeres Ich der Figur, wie Serienjunkies berichtet.
Sheridans kreative Entscheidung, die Darsteller bewusst voneinander zu trennen, sollte sicherstellen, dass jede Phase im Leben von John Dutton mit einer individuellen Tiefe dargestellt wird. Diese Praxis zeigt einmal mehr Sheridans cineastischen Einfluss und seine Liebe zum Detail. Costners Beziehung zur Serie wurde zuletzt jedoch immer angespannter. Laut Lucas hatte Sheridan ihm zu Beginn des Drehbeginns eine große Rolle in Staffel fünf versprochen, doch Costners Streitigkeiten mit dem Serienschöpfer führten letztlich zum abrupten Ende der Erzählstränge. Für Fans bleibt die Serie dennoch ein Paradebeispiel für die außergewöhnliche Perspektive und den besonderen Stil des Regisseurs.








