Lindsey Vonn möchte nach schwerem Skiunfall kein Mitleid
Lindsey Vonn (41) gibt nach ihrem schweren Unfall auf der Skipiste der Olympischen Sommerspiele lange nicht auf. Nach mittlerweile vier OPs meldet sie sich jetzt erneut mit einem Update bei Instagram. Dabei betont sie auch, dass sie keine traurigen Fans möchte. "Ich habe viele Nachrichten bekommen, in denen steht, dass das, was passiert ist, die Menschen traurig macht. Bitte seid nicht traurig", schreibt die Skirennfahrerin in dem Post, der ein Video von ihr bei der Abfahrt zeigt. Sie wolle ausschließlich positive Energie: "Empathie, Liebe und Unterstützung nehme ich mit offenem Herzen an, aber bitte keine Traurigkeit und kein Mitleid. Ich hoffe stattdessen, dass es euch Kraft gibt, weiterzukämpfen, das ist es, was ich tue und was ich auch weiterhin tun werde. Immer."
Darüber hinaus freut Lindsey sich, dass sie jetzt bald zurück in die USA kehren kann. Aktuell liegt sie noch in einem Krankenhaus im norditalienischen Treviso. Rückblickend bereue sie es trotz der schweren Verletzung nicht, bei Olympia angetreten zu sein. Die 41-Jährige war schon vorher verletzt, weshalb ihre Teilnahme von Anfang an extrem risikobehaftet war. Nun stellt Lindsey aber fest, dass sie beim Start eigentlich mental stärker war als bei vorherigen Wettkämpfen: "Auf jeden Fall stärker als 2019, als ich meine Karriere beendete und Bronze bei den Weltmeisterschaften gewann. [...] Mental war ich perfekt. Klar, konzentriert, hungrig, aggressiv und doch völlig ruhig..."
Vor rund einer Woche trat Lindsey in der Abfahrt bei Olympia an. Die US-Amerikanerin war durch einen Kreuzbandriss vorbelastet. Dennoch ließ sie sich nicht beirren und startete das Rennen. Im oberen Abschnitt der Strecke kam es dann zu der Katastrophe: Lindsey überschlug sich mehrmals, bevor sie im Schnee liegen blieb. Auf den Übertragungen waren ihre Schmerzensschreie zu hören. In Windeseile kamen Sanitäter und ein Rettungshubschrauber, um die Sportlerin ins Krankenhaus zu bringen. Dort stellte sich heraus, dass sie sich eine komplexe Schienbeinfraktur zugezogen hatte. Als Grund für ihren Sturz gab Lindsey selbst später einen Fehler ihrerseits an. "Ich war einfach 12 Zentimeter zu eng auf meiner Linie, mein rechter Arm hakte im Tor ein, drehte mich und führte zu meinem Sturz", erklärte sie im Netz.







