Unter Tränen: Lindsey Vonns Freundin spricht über Unfall
Schock bei den Olympischen Winterspielen in Mailand: Lindsey Vonn (41) ist am Sonntag, den 8. Februar, in der Abfahrt nur 13 Sekunden nach dem Start gestürzt. Die US-Amerikanerin, die trotz eines zuvor gerissenen Kreuzbands angetreten war, schrie vor Schmerzen und blieb regungslos am Pistenrand liegen. Freundin und Ex-Rennläuferin Chemmy Alcott kommentierte den Lauf live im TV und rang sichtlich mit den Tränen. Helfer eilten herbei, wenig später wurde Lindsey per Helikopter vom Kurs geborgen. Team USA meldete am Abend, Lindsey sei verletzt, aber in stabilem Zustand und werde von amerikanischen und italienischen Ärztinnen und Ärzten betreut.
Die erschütternden Bilder gingen um die Welt. "Ich fühle mich tatsächlich schuldig, dass ich so emotional bin, aber wir dachten über das Ende dieser Geschichte nach… Ich hätte nie geglaubt, dass es damit endet, dass sie als Häufchen am Pistenrand liegt und sich nicht bewegt", sagte Chemmy im Live-Kommentar, den mehrere TV-Sender übernahmen. Kurz darauf wiederholte sie: "Das ist ein absoluter Albtraum. Es ist ein absoluter Albtraum." Laut Team USA war Lindsey unmittelbar nach dem Sturz ansprechbar, Details zu den zusätzlichen Verletzungen sind jedoch noch unklar. Die Abfahrt wurde zwischenzeitlich unterbrochen, die Athletin wurde nach erster Versorgung ausgeflogen. Bereits neun Tage zuvor hatte sie sich bei einem Weltcup-Rennen in der Schweiz das vordere Kreuzband gerissen und war in Mailand mit dieser schweren Vorschädigung gestartet.
Zuvor hatte Lindsey in den sozialen Medien Kritik an ihrem Comeback mit klaren Worten zurückgewiesen. Auf X schrieb sie an einen Sportmediziner: "Mein Kreuzband war bis letzten Freitag voll funktionsfähig. Nur weil es dir unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es nicht möglich ist. Und ja, mein Kreuzband ist zu 100 % gerissen." Auch auf eine USA Today-Meinung reagierte sie: "Dieses Ageism-Zeug wird wirklich alt." Die dreifache Olympiamedaillengewinnerin war 2019 zurückgetreten und 2024 überraschend in den Wettkampf zurückgekehrt, die Spiele in Italien sollten ihr ganz persönliches Kapitel werden. Erst Tage vor der Abfahrt hatte sie geschrieben, sie gebe die Hoffnung nicht auf: "Solange ich eine Chance habe, werde ich nicht aufgeben." Freunde und Weggefährten beschreiben die Speed-Ikone seit Jahren als Kämpferin, die Rückschläge nicht meidet, sondern ihnen offen begegnet – auf der Piste und privat.










