Kurz nach Geburt: Timo Werner schwärmt von seiner Tochter
Ein letztes Mal drehte Timo Werner (29) vor der Leipziger Kurve ab, legte die Hand aufs Herz und griff dann doch zum Mikro – am Samstagabend vor dem Anpfiff gegen Wolfsburg, beim offiziellen Abschied aus der Stadt, in der er zur Klub-Legende wurde. Der Rekordtorschütze bedankte sich bei den Fans und überraschte sie mit einer sehr persönlichen Nachricht, wie Bild berichtet: "Ich wollte eigentlich nichts sagen, weil ich nicht der Mann von großen Worten bin. Aber aus gegebenem Anlass: Am Mittwoch ist meine Tochter geboren. Und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein, Leipzigerin zu sein. Und deswegen vielen, vielen Dank und alles Gute für die Zukunft. Einmal Leipzig, immer Leipzig", sagte Timo in der Red Bull Arena hörbar bewegt. Mit dabei: Erinnerungsstücke vom Verein, "Danke Timo"-Plakate auf den Rängen – und ein Stürmer, dem der Abschied naheging.
Zuvor hatten Geschäftsführer Marcel Schäfer und Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff Timo auf dem Rasen gewürdigt. Mintzlaff sagte in seiner Ansprache: "Und das, was wir bei Yussi Poulsen und Kevin Kampl gesagt haben, das gilt auch für dich: Die Türen und Tore von RB Leipzig und unserem Kosmos stehen dir immer offen. Wann immer du zurückkommen möchtest, du bist mehr als willkommen." Der Torjäger war 2016 aus Stuttgart gekommen, 2020 zum FC Chelsea gewechselt und 2022 zurückgekehrt. Sportlich passte es zuletzt nicht mehr – jetzt startet Timo sein MLS-Abenteuer bei den San José Earthquakes, Vertrag bis Juni 2028. In den nächsten Tagen hebt er Richtung USA ab, zunächst ohne seine Familie. Der Saisonauftakt in Amerika steigt am 22. Februar gegen Kansas City. "Ich hoffe, ihr verfolgt mich ein bisschen da, wo ich hingehe", hatte er den Fans auf der Leinwand zugerufen.
Privat beginnt für den Stürmer und seine Frau Paula zugleich ein ganz neues Kapitel. Das kleine Mädchen kam in Leipzig zur Welt, Details zu Namen oder weiteren persönlichen Plänen behält die Familie weiter für sich. Kurz vor der Abreise legt Timo damit den Fokus sichtbar auf das, was ihm abseits des Rasens wichtig ist – Heimatgefühl, Nähe und Zusammenhalt. Freunde beschreiben das Paar als bodenständig, das gemeinsame Umfeld in Leipzig galt über Jahre als Anker. Die Momente im Stadion, das Raunen nach seiner Botschaft, das leise Lächeln zum Abschied – all das wirkte wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen der Stadt, in der so vieles begann, und dem neuen Leben, das zu Hause gerade erst gestartet ist.








