"Fast verblutet": Arielle Rippegather überlebte riskante OP
Es war ein Eingriff, der ihr Leben für immer verändern sollte – und der sie dabei fast das Leben gekostet hätte. Arielle Rippegather (35), bekannt von DSDS, ließ sich im Zuge ihrer Transition operieren und geriet dabei in eine lebensbedrohliche Situation. "Ich bin fast verblutet", erzählt sie in der RTL+-Sendung Reality Queens – auf High Heels durch den Dschungel – schlicht, direkt, ohne Dramatisierung. Blickt man von diesem Moment aus zurück auf ihren Weg, wird klar: Die OP war nicht der einzige Abgrund, dem sie sich stellen musste. Schon Jahre zuvor hatte die heute 35-Jährige mit dunklen Phasen zu kämpfen – einer inneren Zerrissenheit, die von außen kaum jemand erahnen konnte.
Arielles Geschichte ist keine geradlinige Erfolgsgeschichte, sondern eine voller Brüche, Wendungen und hart erkämpfter Momente. Als sie 2017 erstmals bei DSDS antrat, hätte alles stimmen müssen – die Bühne, das Publikum, die Chance. Doch die Realität sah anders aus. "Du hast gerade, was du willst. Trotzdem geht es dir schlecht wie nie", beschreibt sie jenes Gefühl der totalen Erschöpfung, das sie damals überwältigte. Suizidgedanken begleiteten sie durch diese Phase – ein Eingeständnis, das Mut erfordert und das viele Zuschauerinnen und Zuschauer tief berühren dürfte. Erst professionelle Therapie schuf den Raum, in dem sie sich selbst neu begegnen konnte. Dass sie trotzdem weitermachte und 2021 als erste Transgender-Frau in der Geschichte des Formats noch einmal bei DSDS antrat, zeugt von einer Hartnäckigkeit, die beeindruckt.
Arielle wusste lange, dass ihre Identität nicht mit dem übereinstimmte, was die Welt in ihr sah. "Das zweite Outing war eine extreme Herausforderung", räumt sie gegenüber den anderen Kandidatinnen offen ein. Die Entscheidung zur Geschlechtsangleichung war kein Schlusspunkt, sondern ein mutiger Aufbruch – mit allen Risiken, die sie dabei fast das Leben kosteten. Teamkollegin Gina-Lisa Lohfink (39) reagierte sichtlich bewegt. Und Arielle? Die fasst ihre Erfahrungen in einen Satz, der wie ein teuer erkauftes Lebensrezept klingt: "Wenn man so großen Schmerz erlebt hat wie ich, muss man ihn loslassen."









