Stephen Graham rechnet mit respektlosen Hollywoodstars ab
Stephen Graham hat sich jetzt klar gegen das Verhalten mancher Hollywood-Kollegen ausgesprochen, die es mit der Pünktlichkeit am Set nicht so genau nehmen. Der 52-jährige Schauspieler, der unter anderem in "Gangs of New York" und "The Irishman" zu sehen war, fand bei einer Podiumsdiskussion der SAG-AFTRA Foundation in Los Angeles deutliche Worte für diese Attitüde. "Es gibt eine Menge Schauspieler, die nicht pünktlich sind. Das ist außerordentlich respektlos", kritisierte Stephen laut der Tageszeitung Mirror. Es sei "widerlich", wenn Stars eine Crew warten lassen, die schon lange vor ihnen da sei und noch lange nach ihnen bleibe, nur weil sie sich für etwas Besonderes hielten. "Als ob sie der Herr und Erlöser wären und die Gans, die goldene Eier legt", so der Schauspieler.
Graham erklärte außerdem, dass viele Crewmitglieder ihren Tag selbstständig beginnen müssen, anders als Schauspieler, die oft geweckt und zum Set gebracht werden. "Sie werden bei Weitem nicht so gut bezahlt", sagte er und fügte hinzu: "Sie machen das, was sie machen, weil sie es lieben. Und ohne sie könnten Sie Ihre Arbeit gar nicht machen." Deshalb forderte er klare Rücksichtnahme: "Also nehmt es nicht auf die leichte Schulter und zeigt wenigstens Respekt, indem ihr pünktlich seid. Ob ihr dann 'Guten Morgen' sagt, bleibt euch überlassen, aber kommt zumindest pünktlich."
Die Aussagen des Briten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem er selbst gerade großen Erfolg feiert. Bei den Golden Globes gewann Stephen den Preis als "Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie" für seine Rolle in der Netflix-Serie "Adolescence". In der Serie spielt er einen Vater, der mit den verheerenden Folgen der Verhaftung seines Sohnes umgehen muss, dem der Mord an einer Mitschülerin vorgeworfen wird. Neben ihm räumten auch Owen Cooper als "Bester Nebendarsteller" und Erin Doherty als "Beste Nebendarstellerin" einen Golden Globe ab. Die Serie selbst wurde zudem als "Beste Miniserie" ausgezeichnet. Trotz der Erfolge bleibt "Adolescence" eine einmalige Geschichte – Autor Jack Thorne hatte kürzlich bestätigt, dass es keine Fortsetzung geben wird.






