Quentin Tarantino plant ein verrücktes West-End-Theaterstück
Quentin Tarantino (62) plant ein Theaterstück im Londoner West End – und das ist mittlerweile sogar offiziell. Deadline hat das Gerücht bestätigt, das bereits seit einiger Zeit in der Branche kursierte. Die Premiere soll demnach im Jahr 2027 stattfinden. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Regisseur in einem Podcast verraten: "Das Stück ist geschrieben. Es ist absolut das Nächste, was ich machen werde. Wir werden im Januar damit anfangen. Es wird wahrscheinlich anderthalb bis zwei Jahre meines Lebens in Anspruch nehmen." Für den 62-jährigen Filmemacher bedeutet dies, dass er sich erst mit Mitte 60 seinem lange angekündigten zehnten und letzten Kinofilm widmen wird.
Bei dem Stück soll es sich um eine altmodische britische Farce mit knallenden Türen und heruntergelassenen Hosen handeln – eine Überraschung für Fans, die vielleicht eher ein actiongeladenes Drama im Tarantino-Stil erwartet hätten. Als geistige Vorbilder werden Produzent Brian Rix oder Comedian Ray Cooney genannt. Letzterer ist etwa für ein Stück namens "Run for Your Wife" bekannt, das ab 1983 neun Jahre lang im West End lief. Derzeit ist Quentin auf der Suche nach einem passenden Theater, das auch Wirework für gewisse Actionszenen umsetzen kann. Gleichzeitig soll der Regisseur bereits mit mehreren Hollywood-Stars im Gespräch sein, die er für sein Stück gewinnen möchte.
Bereits vor zwei Monaten hatte der Filmemacher im "Pure Cinema"-Podcast durchblicken lassen, dass er nach dem letzten Filmprojekt keineswegs komplett von der Bildfläche verschwinden wird. Stattdessen wolle er sich verstärkt dem Schreiben widmen. "Ich kehre nach dem finalen Spielfilm nicht mehr zur Kamera zurück, sondern an die Tastatur", erklärte Quentin damals. Sein neues Buch, das unter dem Arbeitstitel "Cinema Speculation II: Electric Boogaloo" läuft, soll direkt an seinen Essayband von 2022 anknüpfen und erneut tief in die Welt des Kinos eintauchen. Ein ganzes Kapitel widmet er Peter Bogdanovichs (†82) Komödienklassiker "Is’ was, Doc?", der für ihn gestandene Vorbilder wie Cary Grant (†82) und Katharine Hepburn sogar übertrifft. "Barbra Streisand und Ryan O’Neal sind in dieser Screwball-Hommage noch besser als Grant und Hepburn in 'Leoparden küsst man nicht'", schwärmte der Regisseur im Podcast.






