Quentin Tarantino plant neues Buch statt neuer Filme

Quentin Tarantino plant neues Buch statt neuer Filme

- Nurin Khalil
Lesezeit: 2 min

Quentin Tarantino (62) lässt nach seinem angeblich letzten Film nicht einfach die Klappe fallen – er macht weiter, nur anders: Der Regisseur arbeitet an einem neuen Buch und setzt damit seine literarische Reihe fort. Im Pure Cinema Podcast verriet er, dass er nach dem finalen Spielfilm nicht an die Kamera zurückkehrt, sondern an die Tastatur. Das Projekt hat bereits einen Titel und eine klare Richtung, und Tarantino macht kein Geheimnis daraus, worum es gehen soll. Nach "Cinema Speculation" will Quentin seine Filmleidenschaft erneut in Papierform ausleben. Das Werk soll direkt an seinen Essayband von 2022 anknüpfen und unter dem auffälligen Titel "Cinema Speculation II: Electric Boogaloo" erscheinen.

Der Nachfolger, der den Arbeitstitel "Cinema Speculation II: Electric Boogaloo" trägt, soll erneut Analysen, Erinnerungen und persönliche Liebeserklärungen an das Kino vereinen. Ein Kapitel widmet sich Peter Bogdanovichs (†82) Komödienklassiker "Is’ was, Doc?". "Ich bin ein großer Fan von allen in diesem Film, aber besonders von Ryan O’Neals Rolle als Howard Bannister", sagte Tarantino im Pure Cinema Podcast. Er legte noch nach: Barbra Streisand (83) und Ryan O’Neal seien in dieser Screwball-Hommage sogar besser als Grant und Hepburn in "Leoparden küsst man nicht". Ein Veröffentlichungsdatum nannte der Autor nicht, doch die Richtung ist gesetzt: mehr Nerdtum, mehr Historie, mehr Herz fürs Kino.

Für Fans des Regisseurs ist der Schritt in die Literatur kein Neuland. Quentin hat schon mit dem Roman Once Upon a Time… in Hollywood gezeigt, dass er seine Filmwelten auch ohne Kamera weiterdenken kann und damit vor allem eingefleischte Anhänger begeistert. In Interviews erzählte der Regisseur immer wieder, wie er sich schon als junger Videotheken-Mitarbeiter nächtelang durch Filmklassiker schaute und sich jede Szene einprägte. Auch privat soll sich vieles um Filme drehen: Freunde berichten regelmäßig von legendären Filmabenden bei ihm zu Hause, bei denen stundenlang über Lieblingsszenen, versteckte Details und alte Kopien auf 35mm gefachsimpelt wird. Sein neues Buchprojekt wirkt damit wie eine Verlängerung dieser privaten Leidenschaft.

Quentin Tarantino, Regisseur
Getty Images
Quentin Tarantino, Regisseur
Quentin Tarantino bei den Oscars 2013
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Quentin Tarantino bei den Oscars 2013
Quentin Tarantino im Mai 2019
Getty Images
Quentin Tarantino im Mai 2019
Buch statt Blockbuster: Wie spannend findest du Tarantinos Plan?