Emely Hüffer erlebte sexualisierte Gewalt durch Mitschüler
Realitystar Emely Hüffer (29) hat jetzt in der Talkshow "deep und deutlich" über ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Jugend gesprochen. Die Content-Creatorin, die heute vor allem Inhalte über persönliche Entwicklung und Selbstliebe teilt, wurde als Teenager Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Mitschüler. Bei einer Party wurde sie von ihm in ein Zimmer gelockt, wo er die Tür abschloss und die Musik laut aufdrehte. "Er sagte: 'Wieso? Du machst es doch eh mit jedem'", erinnert sich Emely an die schrecklichen Momente, in denen sie versuchte, sich zu wehren. Nach dem Übergriff rief sie ihre Mutter an und sagte weinend: "Mama, ich glaube, ich wurde gerade vergewaltigt."
Was folgte, war für die junge Frau ein zweites Trauma. Nachdem ihre Eltern die Schule kontaktierten und ihre Mitschüler von dem Vorfall erfuhren, glaubten diese ihr nicht. Stattdessen stellten sie sich auf die Seite des Täters und Emely wurde massiv gemobbt. "Danach ist die Hölle heiß geworden. Danach wurde ich so schlimm gemobbt", berichtet sie im Interview. Der psychische Schmerz war so groß, dass sie sich selbst verletzte. "Nichts war für mich besser als das, was ich an Kontrolle noch hatte. Und das war einfach nur, mich selbst aufzuschneiden", gesteht die Influencerin. Bis heute beschäftigt sie, dass sie sich nicht so wehren konnte, wie sie es sich gewünscht hätte. "Man sucht sofort den Fehler bei sich", erklärt Emely.
Ein Autounfall wurde schließlich zum Wendepunkt in Emelys Leben. Nachdem sie jeden Tag in ihr Tagebuch geschrieben hatte, dass sie sterben wolle, hatte sie einen schweren Unfall, bei dem sie fast ums Leben kam. "Während der Unfall passiert ist, hatte ich die ganze Zeit nur einen einzigen Satz in meinem Kopf: Ich will leben", erinnert sie sich. Seit diesem Moment habe sie sich nie wieder selbst verletzt. Heute nutzt die 30-Jährige ihre Reichweite, um anderen Menschen Mut zu machen und über Themen wie Selbstliebe und Spiritualität zu sprechen. Die Gerechtigkeit, die sie sich damals gewünscht hätte, kam zwar nie, aber es habe ihr geholfen, nicht alleine mit dem Erlebten zu sein.








