Lutz van der Horst verliert seltene Worte über Coming-out
Lutz van der Horst (50) spricht so offen wie selten über sein Privatleben. Der Star aus der ZDF-Satiresendung "heute-show" hat gerade erst seinen neuen Roman "Konfetti Blues" veröffentlicht, der sich mit Themen wie Drogen, Partys und dem Queersein beschäftigt. Diesen Anlass nutzt er nun, um über sein eigenes Coming-out zu sprechen. Gegenüber dem Magazin Bunte macht der gebürtige Kölner klar, dass es bei ihm keinen großen Moment auf einer Bühne oder vor Publikum gab. "Ich habe mich nie vor eine große Gruppe gestellt und es verkündet", berichtete er im Interview. Stattdessen habe Lutz nach und nach aufgehört, seine "Sexualität" zu "verschweigen". Durch die Veröffentlichung seines Debüts rückt er nun Themen in den Fokus, die ihn schon lange beschäftigen.
Der Comedian erzählt, dass der Wunsch nach einem eigenen Roman ihn seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet. In einer persönlichen Krise begann er zu schreiben und empfand diese Arbeit als eine Form der Selbsttherapie, wie er es beschreibt. Seine Hauptfigur Max erlebt darin ein Coming-out als bisexuell und trägt Züge aus Lutz' eigenem Erleben. "Die Hauptfigur Max ist zwar fiktional, hat aber dennoch viel mit mir zu tun", sagte er dem Magazin. Gefühle, die ihn schon früh begleitet hätten, beschreibt er so: "Man spürt es die ganze Zeit, kann es aber nicht einordnen." Dass das Buch erst jetzt erscheint, habe auch mit Bedenken seines damaligen Managements zu tun gehabt. Dieses habe laut Lutz davon abgeraten, seinen Roman zu veröffentlichen, "wenn es um Themen wie Partys, Drogen oder Queersein geht".
Doch Lutz ließ sich nicht beirren und steht heute selbstbewusster denn je zu seiner Identität. Mit der Veröffentlichung von "Konfetti Blues" bricht der 50-Jährige nun endgültig mit den alten Tabus, die ihm sein Umfeld einst auferlegen wollte. Für den Comedian ist das Buch dementsprechend wohl weitaus mehr als nur ein kreatives Projekt. Mit seinem Roman beweist der Kölner einmal mehr, dass Humor und Tiefgang sich keineswegs ausschließen. Seine Fans feiern ihn für diesen mutigen Schritt und die ehrlichen Einblicke in seine Gefühlswelt, die er jahrelang nicht in dieser Deutlichkeit mit der Öffentlichkeit geteilt hat.





