Prinz Harry machte vor Geburt seiner Kinder eine Therapie

Prinz Harry machte vor Geburt seiner Kinder eine Therapie

- Hannah Kändler
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Prinz Harry (41) hat sich bei einem Auftritt in Melbourne offen über seine Erfahrungen als Vater geäußert. Am 15. April besuchte der Herzog von Sussex die von Melbourne aus operierende Männergesundheitsorganisation Movember und sprach dort auf einer Veranstaltung zum Thema Vaterschaft und mentale Gesundheit. Dabei gewährte er dem Publikum einen sehr persönlichen Einblick in seine Gefühlswelt rund um die Geburt seines Sohnes Prinz Archie (6). Bereits vor der Geburt seiner beiden Kinder – Archie und Prinzessin Lilibet (4) – habe er eine Therapie begonnen. "Ich wusste, dass ich Dinge aus der Vergangenheit hatte, die ich aufarbeiten musste, und mich daher im Grunde von der Vergangenheit reinigen musste", erklärte Harry bei dem Event, wie People berichtet.

Besonders eindrücklich schilderte Harry die ersten Tage nach Archies Geburt. Er habe sich von seinem Neugeborenen entfremdet gefühlt, da Ehefrau Meghan Markle (44) als diejenige, die das Baby ausgetragen hatte, eine ganz andere Bindung gehabt habe. "Ich spürte eine Entfremdung, weil meine Frau diejenige war, die Leben schuf, und ich war dabei, um es zu bezeugen", sagte Harry. Sein Therapeut in Großbritannien habe ihm geraten, einfach wahrzunehmen, wie er sich nach der Geburt fühle. "Die Tage und Wochen nach der Geburt sind ein echter Kampf", gab er zu. Gleichzeitig richtete er aufmunternde Worte an andere Väter: "An die Väter und werdenden Väter: Ja, es ist chaotisch. Ihr werdet eine Achterbahn der Gefühle erleben – und urteilt nicht über euch selbst."

Harry betonte außerdem, dass er Elternschaft als einen ständigen Entwicklungsprozess betrachte. Kinder seien eine Chance, die Welt voranzubringen – ein Gedanke, der für ihn auch die eigene Kindheit mit König Charles (77) und der verstorbenen Prinzessin Diana (†36) in den Blick rückt. Gespräche über solche Themen hätten für ihn als Kind "nie existiert", sagte er. Einen humorvollen Einblick gab er auch in seinen Alltag im Homeoffice: Während der Corona-Pandemie seien Archie und Lilibet plötzlich durch seine Meetings gelaufen – eine Situation, die er als durchaus herausfordernd beschrieb.

Prinz Harry bei der Premiere von "Cookie Queens" beim Sundance Film Festival, Januar 2026
Getty Images
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Prinz Harry mit seiner Tochter Lilibet, März 2025
Instagram / meghan
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Herzogin Meghan und Prinz Harry im Oktober in New York
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