

Noah Kahans mutige Beichte über seine Essstörungen
In seiner neuen Netflix-Dokumentation "Out of Body" gewährt Sänger Noah Kahan ungewohnt tiefe Einblicke in sein Seelenleben. Der Musiker, der mit seinem Song "Stick Season" viral ging und seitdem in ausverkauften Arenen spielt, spricht darin offen über seine Essstörungen, sein verzerrtes Körperbild und seine ständige Angst vor einem Karriereknick. "Ich habe schon immer gehasst, wie ich aussehe", gesteht er laut Ok Magazine vor laufenden Kameras. "Wenn ich gestresst bin, fresse ich haufenweise Essen in mich hinein und werde danach so selbsthassend gegenüber meinem Körper, dass ich eine Weile nichts esse und mich aushungere."
In der Dokumentation schildert Noah auch, wie sein verzerrtes Körperbild seinen Alltag beeinflusst. "Manchmal sehe ich ein Foto und die Leute sagen, du siehst hier toll aus, und ich denke: Was meint ihr damit? Ich sehe aus wie 150 bis 180 Kilo. Ich weiß nicht, wie ich aussehe", erklärt er dem Bericht zufolge im Film. Neben den Aussagen des Sängers kommen auch Fachleute zu Wort. Psychotherapeut Jonathan Alpert ordnet ein, was plötzlicher Ruhm und nonstop Touren mit einem Menschen machen: "Das Nervensystem kann kaum wirklich zur Ruhe kommen. Der Körper beginnt, in einem fast dauerhaften Zustand aus Anspannung, Druck und Erschöpfung zu leben." Noah selbst räumt ein, seine inneren Kämpfe nicht zu "heilen", sondern ihnen lediglich nahezukommen und "mit einem Stock nach ihnen zu stochern".
Noah Kahan stammt aus dem kleinen Ort Strafford in Vermont und begann schon als Teenager mit dem Musikmachen. Seinen großen Durchbruch erlebte er mit dem Song "Stick Season", der auf Social Media viral ging und ihn schlagartig einem weltweiten Publikum bekannt machte. Seitdem ist seine Karriere rasant gewachsen – eine Entwicklung, die ihn laut der Doku auch mit Ängsten konfrontiert. "Wenn ich morgen keine großartige Show spiele – was könnte das bedeuten? Die Leute könnten anfangen zu denken, es ist langweilig und abgestanden", sagt er in "Out of Body". Ob er befürchte, seinen Höhepunkt schon hinter sich zu haben, antwortet er schlicht: "Ja. Die ganze Zeit. Daran denke ich wirklich ständig."




