Ticket-Boom: Oper bedankt sich bei Timothée Chalamet
Mit einem einzigen Satz hat Timothée Chalamet (30) eine ganze Kunstszene in Aufruhr versetzt. Der Schauspieler äußerte sich abfällig über Oper und Ballett und erklärte, er wolle nicht in Bereichen wie diesen arbeiten. Seinen Worten nach handelt es sich dabei nämlich um "Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert.'" Die Reaktion aus der Kulturwelt ließ nicht lange auf sich warten, wie das österreichische Medium Kurier berichtet: Opernhäuser und Ensembles – darunter auch Institutionen in Wien – schalteten sich mit ironischen Posts in die Diskussion ein und betonten die Relevanz ihrer Arbeit. Was zunächst wie ein harmloser Seitenhieb des Hollywoodstars wirkte, entwickelte sich schnell zu einem viralen Kulturstreit.
Was dabei niemand erwartet hatte: Der Kommentar des Schauspielers könnte der Oper am Ende mehr genützt als geschadet haben. Denn die öffentliche Debatte, die Timothée mit seiner spitzen Bemerkung auslöste, zog nicht nur digitale Aufmerksamkeit nach sich – sie trieb die Menschen offenbar auch in die Konzertsäle. Alex Beard, Chef der Royal Opera in London, berichtete der Times, dass der Ticketverkauf seines Hauses infolge der Diskussion angezogen habe. Sein Dank an den Auslöser des Ganzen fiel dabei denkbar knapp aus: "Danke, Timmy", sagte er dem Blatt gegenüber.
Timothée Chalamet ist vor allem durch seine Rollen in anspruchsvollen Kinoproduktionen bekannt geworden – darunter der Science-Fiction-Epos Dune und das Musikbiopic "A Complete Unknown", in dem er Bob Dylan verkörpert. Zuletzt war der gebürtige New Yorker, der am 27. Dezember 1995 zur Welt kam und seine Wurzeln in Frankreich hat, einer der meistdiskutierten Schauspieler Hollywoods. Dass ausgerechnet eine beiläufige Bemerkung über klassische Kunstformen eine derart breite Debatte auslösen – und dabei sogar den Kartenverkauf eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt ankurbeln – würde, dürfte selbst ihn überrascht haben.






