Marius Borg Høiby beantragt Freilassung mit Fußfessel
Im laufenden Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) gibt es eine neue Entwicklung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat erneut beantragt, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Einem Bericht der norwegischen Zeitung Nettavisen zufolge will er stattdessen mit einer elektronischen Fußfessel an einem festen Ort untergebracht werden. Marius befindet sich seit Anfang Februar in Untersuchungshaft. Ihm werden vier Vergewaltigungen an vier verschiedenen Frauen vorgeworfen. Ein Urteil in dem aufsehenerregenden Verfahren ist bislang noch nicht gefallen.
Marius' Verteidiger René Ibsen erklärte dem Blatt die Details des neuen Antrags: "Wir beantragen, dass die Untersuchungshaft mit einer Fußfessel vollzogen wird und dass er sich an einem bestimmten Ort aufhält." Die norwegische Strafvollstreckungsbehörde soll laut dem Anwalt die Einhaltung der Auflagen überwachen. Bei früheren Anträgen dieser Art hatte das Gericht den Antrag mit der Begründung abgelehnt, es bestehe ein hohes Risiko, dass Marius erneut Straftaten begehen könnte – insbesondere gegen seine jüngste Ex-Freundin, die im Verfahren als "Frogner-Frau" bezeichnet wird. Ibsen ist jedoch der Ansicht, dass diese Gefahr nicht mehr aktuell sei: "Wir sind der Meinung, dass dies ausreichend berücksichtigt wird, wenn er weiterhin in Untersuchungshaft bleibt, ohne zwangsläufig im Gefängnis zu sein."
Der frühere royale Ziehsohn von Kronprinz Haakon (52) war in der Vergangenheit immer wieder als "Papprinz" bezeichnet worden, da er selbst keinen Titel trägt, aber am norwegischen Königshaus aufgewachsen ist. Seine Familie zeigt sich weiterhin an seiner Seite: So hatten Haakon, Mette-Marit und auch Mette-Marits Mutter Marit Tjessem ihn bereits persönlich im Gefängnis besucht und dort Zeit mit ihm verbracht. Die Familie bleibt somit eng verbunden und steht ihm fest zur Seite, während die Justiz prüft, ob dem Antrag um einen Haftvollzug mit Fußfessel stattgegeben werden kann.






