Hinter Gittern: So sieht Marius Borg Høibys Haftalltag aus
Marius Borg Høiby (29) sitzt weiterhin in der Justizanstalt Oslo-Grønland ein und wartet auf das Urteil des Gerichts. Nachdem das Hauptverfahren gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) abgeschlossen wurde, könnte die richterliche Entscheidung noch Wochen oder sogar Monate auf sich warten lassen. Sein Antrag auf Enthaftung wurde abgelehnt, weshalb der Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52) vorerst hinter Gittern bleiben muss. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von insgesamt sieben Jahren und sieben Monaten. Sollte das Gericht eine Haftstrafe verhängen, wird die Zeit, die Marius bereits in Untersuchungshaft verbracht hat, auf das Strafmaß angerechnet.
Die Zelle, in der Marius derzeit lebt, unterscheidet sich deutlich von dem, was man sich unter einem klassischen Gefängnis vorstellt, wie oe24 berichtet. Das norwegische Strafvollzugssystem folgt dem sogenannten "Normalitätsprinzip", das darauf abzielt, den Unterschied zwischen dem Leben in Freiheit und dem Leben hinter Gittern möglichst gering zu halten. Die Einrichtung wirkt wie ein schlichtes Wohnheim und ist geprägt von schlichten Holzmöbeln, die teilweise von den Häftlingen selbst in der hauseigenen Tischlerei gefertigt werden. Marius darf in seiner Zelle persönliche Gegenstände wie Kleidung, Schuhe, eine Akustikgitarre, Bücher, Fotos ohne Rahmen sowie einen Discman mit bis zu 20 Original-CDs behalten. Zudem erhält jeder Inhaftierte bei seiner Ankunft eine Basisausstattung mit Bettzeug, Handtüchern, Unterwäsche, Hygieneartikeln und Schreibutensilien.
Besuche sind in der Justizanstalt täglich möglich, allerdings streng geregelt. Wöchentlich sind maximal zwei Besuche erlaubt, wobei neben dem engsten Familienkreis nur drei weitere Vertrauenspersonen registriert werden dürfen. Besucher müssen eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen und eine aktuelle Strafregisterbescheinigung vorlegen, was bis zu drei Wochen dauern kann. Die Mitnahme von Speisen und Getränken ist untersagt, allerdings können vor Ort Schokolade sowie Zeitungen und Zeitschriften für die Insassen gekauft werden. Um den Haftalltag zu strukturieren, stehen den Häftlingen eine Bibliothek und ein Fitnessraum zur Verfügung. Außerdem gibt es verschiedene Arbeitsmöglichkeiten, darunter eine Wäscherei und eine Fahrradwerkstatt, in denen neue handwerkliche Fähigkeiten erworben werden können.






