Staatsanwälte dürfen Tiger Woods' Pillenkonsum enthüllen
Für Tiger Woods (50) gibt es im laufenden Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit am Steuer einen neuen juristischen Rückschlag. Ein Richter am Martin County Circuit Court in Florida hat der Staatsanwaltschaft erlaubt, die Rezeptunterlagen des Golfprofis bei der Lewis Pharmacy in Palm Beach einzusehen. Mit der nun genehmigten Vorladung wollen die Ermittler laut TMZ herausfinden, wie häufig Tiger vor seinem Unfall am 27. März Rezepte eingelöst hatte, welche Mengen und Dosierungen er verschrieben bekam – und ob die Präparate Warnhinweise bezüglich der Fahrtüchtigkeit enthielten. Tiger hat in dem Verfahren auf nicht schuldig plädiert.
Obwohl die Staatsanwaltschaft Zugriff auf die Unterlagen erhält, sollen seine medizinischen Daten nicht öffentlich zugänglich werden. Ein Richter ordnete an, dass die Akten ausschließlich Staatsanwälten, Strafverfolgungsbehörden, Gutachtern und Tigers eigenem Team zur Verfügung stehen. Die Öffentlichkeit hat keinen Anspruch auf Einsicht. Sein Anwalt Douglas Duncan hatte die Anhörung überhaupt erst beantragt – mit dem Argument, die Vorladung verletze die Privatsphäre seines Mandanten. Diesem Einwand folgte der Richter allerdings nicht.
Hintergrund des Verfahrens ist ein Vorfall aus dem Frühjahr: Bei seinem Unfall fand die Polizei zwei Hydrocodon-Tabletten in Tigers Tasche. Hydrocodon ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel. Tigers Anwalt hatte sich bereits zuvor gegen die Herausgabe der Apothekenunterlagen gewehrt und die Notwendigkeit einer Anhörung gefordert, sollte die Staatsanwaltschaft auf eine Offenlegung bestehen. Nun hat das Gericht die Frage entschieden – zugunsten der Ermittler.






