Marius Borg Høibys Fußfessel-Antrag drittes Mal abgelehnt
Marius Borg Høiby (29) ist mit seinem Wunsch, die Untersuchungshaft mit einer elektronischen Fußfessel abzusitzen, nun auch vor dem norwegischen Obersten Gericht gescheitert. Das berichtet der norwegische Sender TV 2. Damit hat der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) in gleich drei Instanzen eine Niederlage kassiert: Zuvor hatten bereits das Stadtgericht und das Berufungsgericht seinen Antrag abgelehnt. Marius wollte die verbleibende Untersuchungshaft in einem Haus bei Skaugum verbringen, dem Wohnsitz des norwegischen Kronprinzenpaares.
Zur Begründung seines Antrags hatte Marius laut TV 2 unter anderem angeführt, dass die Haft für ihn psychisch sehr belastend sei und er dort nur wenig sozialen Kontakt habe. Außerdem sei es für seine Mutter aus gesundheitlichen Gründen schwierig, ihn im Gefängnis zu besuchen. Die Kronprinzessin leidet an einer chronischen Lungenerkrankung, und die schlechte Luftqualität im Gefängnis mache ihr demnach zu schaffen. Wie das Urteil in seinem Fall ausfallen wird, soll sich am Montag, dem 15. Juni, zeigen.
Gegen Marius stehen insgesamt 40 Anklagepunkte im Raum. Dazu zählen unter anderem vier Vergewaltigungen, Misshandlung in engen Beziehungen, Gewalt, schwerwiegende Verstöße gegen das Drogengesetz und Bedrohungen. Die schwersten Vorwürfe weist er von sich, räumt jedoch einige Vergehen ein – darunter Verstöße gegen ein Kontaktverbot, Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie eine körperliche Übergriffigkeit gegenüber einer der Frauen. Marius ist formell kein Mitglied des norwegischen Königshauses, da er vor der Beziehung und späteren Ehe seiner Mutter mit Kronprinz Haakon (52) geboren wurde.






