Doch frei mit Fußfessel? Marius Borg Høiby legt Berufung ein
Marius Borg Høiby gibt nicht auf: Der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) hat Berufung gegen die Entscheidung des Osloer Bezirksgerichts eingelegt, nachdem sein Antrag auf Hausarrest abgelehnt worden war. Er hatte darum gebeten, die verbleibende Zeit der Untersuchungshaft bis zur Urteilsverkündung am 15. Juni mit einer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum verbringen zu dürfen – in der Nähe seiner Mutter. Marius' Anwalt René Ibsen erklärte am 11. Mai gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB: "Die Berufung wird heute, sobald sie fertig ist, an das Berufungsgericht geschickt."
Das Berufungsverfahren wird nun vor dem Borgarting Oberlandesgericht verhandelt, allerdings ohne mündliche Verhandlung. Das bestätigte Polizeianwältin Oda Karterud gegenüber NTB. Mit einer Entscheidung wird noch in dieser Woche gerechnet. Die Fragen, die das Berufungsgericht klären muss, seien dieselben wie im Bezirksgericht, so Marius' Anwalt. Marius hatte dort unter anderem argumentiert, dass die Haft für ihn eine erhebliche Belastung darstelle und dass die schlechte Luftqualität im Gefängnis seiner Mutter erschwere, ihn zu besuchen. Das Bezirksgericht folgte dennoch der Einschätzung der Staatsanwaltschaft, dass nach wie vor ein Rückfallrisiko bestehe – unter anderem hinsichtlich weiterer Verstöße gegen ein bestehendes Kontaktverbot.
Trotz der schwierigen Umstände haben Mette-Marit und ihr Ehemann Kronprinz Haakon (52) ihren Sohn im Gefängnis besucht. Bei einem letzten Besuch fiel auf, dass Mette-Marit erneut ein Sauerstoffgerät bei sich trug. Die Kronprinzessin leidet an einer chronischen Lungenfibrose und ist deswegen zunehmend auf medizinische Unterstützung angewiesen. Marius ist angeklagt, unter anderem wegen vier Vergewaltigungen, Gewalt in engen Beziehungen und schweren Drogendelikten.






