Verkehr mit 17-Jährigen? Vorwürfe gegen Konstantin Wecker
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Verkehr mit 17-Jährigen? Vorwürfe gegen Konstantin Wecker

- Florentine Naumann
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Konstantin Wecker (78) steht erneut wegen schwerwiegender Vorwürfe im Fokus: Drei Frauen haben sich jetzt gegenüber der Süddeutschen Zeitung gemeldet und berichten von intimen Kontakten mit dem Münchner Liedermacher – zu einem Zeitpunkt, als sie jeweils 17 Jahre alt waren. Die Begegnungen, von denen die Frauen berichten, sollen sich in den Jahren 1990, 2005 und 2014 zugetragen haben. Zwei von ihnen treten dabei unter ihren echten Namen auf: Friederike Schupelius und Marie Franz. Eine dritte Frau wird in dem Bericht unter dem Pseudonym "Anne Wolf" geführt. Alle drei Frauen schildern ähnliche Muster: Sie hätten Wecker als junge Verehrerinnen nach Konzerten kontaktiert oder angesprochen – und seien dabei in Situationen geraten, die sie bis heute beschäftigen.

Friederike, die den Musiker 2014 per E-Mail nach einem Konzert kontaktiert hatte, sagt: "Ich fühlte mich zum Sex mit ihm gedrängt." Marie berichtet von einem Treffen 2005, bei dem Wecker ihr einen Zettel mit Hotelzimmer-Details zugesteckt haben soll – es sei später zu Sex gekommen. Anne, die von einer Begegnung Ende 1990 erzählt, sagt rückblickend: "Ich war auf ihn hereingefallen." Keine der Frauen wirft dem Musiker eine Straftat vor. Im Mittelpunkt steht für sie das erhebliche Alters- und Machtgefälle zwischen dem damals prominenten Künstler und den jungen Verehrerinnen. Marie formuliert es so: "Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was legal ist, und dem, was moralisch in Ordnung ist." Wecker selbst äußert sich zu den aktuellen Schilderungen nicht. Sein Anwalt teilte mit, der Musiker sei "aktuell aus medizinischen Gründen nicht fähig", persönlich auf Presseanfragen zu Sachverhalten aus der Vergangenheit zu reagieren.

Die neuen Berichte reihen sich in eine Serie von Vorwürfen ein, die seit einiger Zeit gegen Wecker erhoben werden. Bereits zuvor hatte eine Frau unter dem Pseudonym "Johanna" in der Süddeutschen Zeitung von einer Beziehung als Teenager berichtet. Damals hatte Wecker eingeräumt, sein damaliges Verhalten sei "unter moralischen Maßstäben ein gänzlich unangemessenes Verhalten" gewesen, und hatte sich bei der betroffenen Frau entschuldigt. Als Erklärung führte er eine Phase schweren Alkoholkonsums an. Auch die Berliner Autorin Hanna Lakomy hatte öffentlich geschildert, sich nach einem Konzert in Leipzig durch den Liedermacher bedrängt gefühlt zu haben. Marie Franz begründet ihren Schritt an die Öffentlichkeit damit, "damit junge Frauen in einer ähnlichen Situation vielleicht eine andere Entscheidung treffen".

Konstantin Wecker, Mai 2023
IMAGO / Alexander Gonschior
Konstantin Wecker, Mai 2023
Konstantin Wecker, Musiker
IMAGO / Alexander Gonschior
Konstantin Wecker, Musiker
Konstantin Wecker bei seinem Auftritt in der ZDF-Kultur-Miniserie "Nichts Neues unter der Sonne", 1984
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Konstantin Wecker bei seinem Auftritt in der ZDF-Kultur-Miniserie "Nichts Neues unter der Sonne", 1984
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