Arzt schätzt Mette-Marits Chancen auf eine neue Lunge ein
Kronprinzessin Mette-Marits (52) Kampf mit ihrer Lungenfibrose spitzt sich offenbar zu: Die norwegische Royal soll derzeit sogar für eine Lungentransplantation in Betracht gezogen werden. Wie Dagbladet berichtet, befindet sie sich derzeit aber auf keiner Warteliste für eine Organspende. Tatsächlich könnte es aber auch sehr schwer werden, eine passende Lunge zu finden. "Es gibt sehr wenig Lungen. Deshalb ist es sehr schwierig, überhaupt auf die Warteliste zu kommen", erklärt Aleksander Sekowski, Informationschef der Stiftung Organspende, dem Blatt. Zusammen mit dem Herzen seien Lungen die empfindlichsten Organe für eine Transplantation. Zwischen der Entnahme beim Spender und dem Einsetzen beim Empfänger dürfen nicht mehr als sechs Stunden vergehen, weil das Organ ohne Blutzirkulation schnell zerfällt. Im Vergleich können beispielsweise Nieren mehrere Tage überleben.
In Mette-Marits Fall bedeutet das zweierlei. Zum einen sind Gespräche über eine Transplantation alarmierend, denn laut Aleksander sei das bei einer Lungenfibrose der allerletzte Ausweg: "Bei einer fortgeschrittenen Lungenfibrose sollte man nur noch etwa ein Jahr zu leben haben. Und bevor man neue Lungen bekommt, muss alles andere ausprobiert worden sein. Alle anderen Behandlungsoptionen. Eine Lungentransplantation ist die allerletzte Option." Sollte Mette-Marit schließlich auf einer Warteliste stehen, muss sie rund um die Uhr erreichbar sein. Damit die Prinzessin aber überhaupt für ein Organ infrage kommt, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Die wichtigste davon ist, dass die Lunge kompatibel mit Blutgruppe und Gewebetyp ist. Oft gebe es zwar verfügbare Lungen, die aber mit keinem der Patienten übereinstimmen. Passt ein Organ auf mehrere Patienten, wird derjenige im kritischeren Zustand bevorzugt.
Sollte Mette-Marit schließlich tatsächlich eine Lunge transplantiert werden, folgt eine sehr lange Genesungszeit. Die OP und die Zeit danach seien laut Aleksander eine enorme Belastung für den Körper. Im schlimmsten Fall kann der Körper das neue Organ als Fremdkörper wahrnehmen und versucht es zu bekämpfen. Die Abstoßung transplantierter Organe sei nichts Ungewöhnliches und müsse ein Leben lang mit starken Medikamenten verhindert werden. Trotz aller Risiken scheint das Thema Transplantation das norwegische Königshaus aber durchaus zu beschäftigen. Mette-Marits Ehemann, Kronprinz Haakon (52) machte erst vor wenigen Tagen laut VG gegenüber der Presse deutlich: "Wie ich bereits gesagt habe, ist der Gesundheitszustand der Kronprinzessin ernst."






