Dieter Nuhr kassiert Shitstorm für Schülerinnen-Statement
Die Vergangenheit scheint Dieter Nuhr (65) einzuholen – und sie schmeckt der jüngeren Generation im Netz ganz und gar nicht. Ein von ihm verfasster Artikel, der im Jahr 2008 bei Focus erschien, sorgt aktuell für einen massiven Shitstorm gegen den 65-jährigen Comedian. Damals schrieb er über seine Zeit als angehender Lehrer und umschrieb die Beziehung zu seinen weiblichen Schutzbefohlenen mit Worten, die heute so vermutlich nicht mehr gedruckt werden würden. Besonders seine Schilderung, dass ihm die eigene, offenbar unkontrollierbare Lüsternheit beim Anblick der Schülerinnen im Klassenzimmer wohl einmal "strafrechtliche Probleme bereiten" könnte, bringt die Social-Media-Nutzer reihenweise auf die Barrikaden. Der vollständige Text, in dem Dieter darlegt, warum er sich letztlich gegen eine Karriere als Lehrkraft entschied, ist bis heute online abrufbar.
In dem alten Artikel erinnert sich der Kabarettist an eine Hospitanz und beschreibt seine damaligen Eindrücke im Klassenzimmer so: "Neben mir saßen die Kinder. Es war schön. Ich war damals 24, die Kinder um die 20, zum Teil ausgesprochen attraktiv und gut gelaunt." Im weiteren Verlauf schildert Dieter seine erste eigene Stunde, die gleichzeitig seine letzte sein sollte: Die Schülerinnen aus der letzten Reihe seien plötzlich alle ganz vorn gesessen, "alle in weißen Blüschen, geöffnet bis zum Bauchnabel, grinsend und gut entwickelt." Zu denjenigen, die den Artikel nun wieder ausgegraben haben, gehört Social-Media-Star Robert Karo: "Ist es wirklich so schwierig, kein Triebtäter gegenüber buchstäblich Schutzbefohlenen zu werden?", fragt er seine Community, die in den Kommentaren seines TikTok-Clips entsetzt reagiert. Dort heißt es unter anderem: "Wieso bekommt Dieter Nuhr überhaupt noch Sendezeit bzw. eine Show im öffentlich-rechtlichen TV?", während ein anderer vermutet: "Er dachte damals wohl, es sei ein Flex."
Für Dieter, der mit Ehefrau Jutta eine Tochter namens Louisa hat, ist es nicht die erste Kontroverse, die online hohe Wellen schlägt. Erst vor Kurzem hatte ein Ausschnitt aus seinem aktuellen Bühnenprogramm massive Empörung ausgelöst, als ein Gag mit Bezug zu Femizid von vielen Nutzern scharf kritisiert wurde. Dass nun erneut ein älterer Text aus Dieters Feder viral geht, zeigt, mit welcher Hingabe und Akribie die Aussagen des Kabarettisten derzeit in den sozialen Netzwerken seziert werden.








