Laut Michael Phelps: Wenige Athleten können vom Sport leben
Michael Phelps (41) ist der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten – und trotzdem sieht er seine Karriere als absolute Ausnahme. Im Podcast "Richer Lives" sprach der 41-jährige Schwimmstar jetzt offen über die finanzielle Realität vieler Athleten. "Ich glaube, dass ein sehr kleiner Prozentsatz der Olympioniken tatsächlich vom Sport leben kann", erklärte er dort. "Ich hatte das große Glück, einer von ihnen zu sein. Ich durfte jeden einzelnen Tag aufwachen und das tun, was ich liebte." Den Sport als Beruf zu sehen, fiel ihm dabei nie schwer – schon als Kind habe sich das Training für ihn niemals wie Arbeit angefühlt.
Rückblickend verriet Michael im Podcast auch, dass er selbst zwischenzeitlich mit dem Gedanken gespielt hatte, das Schwimmen aufzugeben. Seine Mutter Debbie habe ihn damals mit einer einfachen Frage wieder auf Kurs gebracht: "Meine Mom sagte: 'Wenn du aufhören willst – willst du dann einen 9-to-5-Job machen?' Ich dachte: 'Guter Einwand.'" Nach den Olympischen Spielen 2012 in London sei er aber trotzdem kurz ausgestiegen, wegen Burnout und wachsender Frustration. Damals habe er sogar Trainingswochen einfach ausfallen lassen. Erst 2016 kehrte er in Rio zurück und holte dort noch einmal fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille, bevor er im August desselben Jahres endgültig seine Karriere beendete. Finanziell habe er früh gelernt, klug zu handeln – bereits mit 15 Jahren erhielt er Beratung durch einen Finanzexperten. Später achtete sein Agent darauf, Werbeverträge so zu strukturieren, dass Michael nicht nur Geld erhielt, sondern auch Unternehmensanteile. "Anstatt nur einen Haufen Bargeld zu bekommen, bin ich für mich dabei und genieße die Fahrt", so der Sportler.
Mit insgesamt 28 olympischen Medaillen – darunter 23 Goldmedaillen – ist Michael der erfolgreichste Athlet in der Geschichte der Olympischen Spiele, in jeder Sportart. Im Podcast sprach er aber nicht nur über Geld und Karriere, sondern auch über seine schwierigsten persönlichen Momente. Nach seinem zweiten DUI-Vergehen habe er sich in einer tiefen Krise befunden: "Ich hatte das Gefühl, ich sollte nicht mehr am Leben sein. Ich hatte das Gefühl, ich verdiene es nicht, am Leben zu sein." Diese Erfahrung habe ihn dazu gebracht, erstmals professionelle Hilfe zu suchen. Seither setzt er sich öffentlich für das Thema mentale Gesundheit ein. "Es ist nicht peinlich, in Therapie zu gehen. Es ist nicht peinlich, um Hilfe zu bitten", betonte er.









