Trauriger Grund: Darum schreibt Billy Joel kaum noch Songs
Für Fans seiner Musik sind es ernüchternde Worte: Billy Joel (77) hat in einem neuen YouTube-Interview mit Musikproduzent Rick Beato offen erklärt, warum er nach seinem Erfolgsalbum "River of Dreams" aus dem Jahr 1993 das Songschreiben aufgehört hat. Der Musiker wollte damit sein künstlerisches Erbe schützen – und das bewusst zu einem Zeitpunkt, an dem er auf einem Karrierehoch war. Im Gespräch schildert Billy, wie er beobachtet hatte, dass andere Künstler durch zu viele Alben ihr Lebenswerk verwässert hatten – ein Schicksal, das er für sich selbst ausschließen wollte: "Ich wollte nicht so enden. Nein zu sagen ist manchmal wirklich schwer."
Auch sein Privatleben spielte damals eine Rolle beim Rückzug vom Songschreiben. "Ich war verheiratet [mit Christie Brinkley] und hatte ein Kind. Ich wollte mich nicht mehr wie ein Mönch in einer Höhle einschließen und nur noch schreiben", erklärte er Beato. Nach "River of Dreams" veröffentlichte er zwar 2001 noch das Klassikalbum "Fantasies & Delusions" und 2024 die Single "Turn the Lights Back On", doch Pop und Rock hatte er da bereits hinter sich gelassen. Bereits in der Dokumentation "Billy Joel: And So It Goes" aus dem Jahr 2025 hatte er darüber gesprochen: "Ich schloss gewissermaßen das Buch. Komischerweise war 'River of Dreams' dann aber ein Hit. Ausgerechnet."
Doch ganz so ruhig bleibt es um Billy derzeit nicht. Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass trotz seines Rückzugs aus dem Songwriting ein Biopic über seine frühen Jahre in Arbeit war. Der Film sollte "Billy & Me" heißen und basierte laut Bericht auf einer unautorisierten Biografie. Ein Sprecher stellte in einem Statement gegenüber The Hollywood Reporter klar: "Seit 2021 wurde den Beteiligten offiziell mitgeteilt, dass sie nicht über die Biografierechte an Billy Joels Leben verfügen und die für dieses Projekt erforderlichen Musikrechte nicht einholen können." Und weiter: "Billy Joel hat dieses Projekt in keiner Weise genehmigt oder unterstützt, und jeder Versuch, es ohne seine Zustimmung voranzutreiben, wäre sowohl rechtlich als auch beruflich fehlgeleitet."










