

Kurz vor EM-Sieg: Wasserspringerin verlor ungeborenes Baby
Mitten in einer der schwersten Phasen ihres Lebens holte sich Wasserspringerin Michelle Heimberg bei der Europameisterschaft vom Ein-Meter-Brett die Silbermedaille. Was hinter diesem Erfolg steckt, macht die Schweizerin jetzt auf Instagram öffentlich: Nur eine Woche vor ihrer Abreise zur EM hatte sie erfahren, dass sie ihr Baby am Ende des ersten Trimesters verloren hatte. Nur 24 Stunden nach dieser erschütternden Nachricht wurde sie operiert. "Diese Silbermedaille strahlt heller, als es jede Goldmedaille jemals könnte", schrieb die 26-Jährige in einem emotionalen Post.
Die vergangenen Wochen seien "körperlich und emotional" unglaublich herausfordernd gewesen, schilderte Michelle auf Instagram: "Es gab Momente, da schien es fast unmöglich, auf dem Sprungbrett zu stehen." Dass sie dennoch antrat und eine Medaille gewann, empfindet sie als besonderes Zeichen: "Diese Medaille erinnert mich daran, dass Freude und Herzschmerz gleichzeitig existieren können und dass wir zu mehr fähig sind, als wir manchmal glauben." Durchhalten konnte sie nach eigener Aussage vor allem dank der Unterstützung von ihrem Partner, ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Trainern.
Den Grund, warum sie so offen über das Erlebte spricht, nennt Michelle ebenfalls in ihrem Post: "Ich teile das hier, weil ich glaube, dass auch solche Erfahrungen zum Leben gehören. Eine Fehlgeburt ist etwas, das viele Menschen durchmachen, doch oft wird darüber geschwiegen. Und ich glaube auch, dass es anderen helfen kann, sich weniger allein zu fühlen, wenn man offen darüber spricht." Ihre Silbermedaille werde sie stets daran erinnern, dass "Stärke nicht bedeutet, niemals zusammenzubrechen. Manchmal bedeutet sie einfach nur, den Mut zu finden, den nächsten Schritt zu machen."








