

FBI soll die Ermittlungen im Fall Nancy Guthrie übernehmen
Im Fall von Savannah Guthries (54) Mutter Nancy wächst sechs Monate nach der Entführung in Tucson der Druck auf die Ermittler. Noch immer gibt es keinen entscheidenden Durchbruch, obwohl der Entführer die 84-Jährige mitten in der Nacht aus ihrem Bett im Haus in den Catalina Foothills geholt haben soll. Gegenüber Page Six zeigen sich Personen aus dem Umfeld der Ermittlungen "schockiert und verstört" über die ausbleibenden Fortschritte. Ein Insider fordert: "Hört auf mit dem kindischen Schuldzuweisen. Ein Mörder ist auf freiem Fuß. Sie müssen ihre Ressourcen darauf konzentrieren, diese Person zu finden, anstatt sich zu streiten." Immer lauter wird deshalb der Ruf, dass das FBI die Ermittlungen vollständig übernehmen soll – zum Schutz der Öffentlichkeit und um den Täter endlich zu fassen.
Vor allem der Umgang des Sheriffbüros im Pima County mit den ersten Stunden nach der Tat sorgt für heftige Kritik. Ex-FBI-Profiler Jim Clemente erklärt im Gespräch mit Page Six, die Spurensicherung am Haus sei nicht konsequent durchgeführt worden: Der Tatort sei viel zu schnell freigegeben worden, Menschen seien über Blutspritzer und die Fußmatte gelaufen. Dadurch könnten wichtige Beweise verloren gegangen sein. "Es ist lächerlich, wenn Egos dazu beitragen, eine Ermittlung zu verzögern oder zu verschleiern", kritisierte der Profi. Erst zehn Tage nach der Entführung sei dank Google gelöschtes Videomaterial einer Türklingel-Kamera gesichert worden, das den mutmaßlichen Täter zeigt. Gleichzeitig betont Jim, das FBI hätte von Beginn an mit all seinen Spezialteams – von Forensik bis Verhaltensanalyse – eingebunden werden müssen. Die Familie hält derweil an einer Belohnung von rund einer Million Euro für Hinweise fest, die diesen "Albtraum" beenden könnten – so bezeichnet Savannah die Geschehnisse auf Instagram.
Nancy soll nach zwei anonymen Erpresserbriefen, die das Sheriffbüro vergangene Woche veröffentlichte, "in der Natur begraben" sein – ein Satz, der die Angehörigen zutiefst trifft. Obwohl es keinen offiziellen Beweis für ihren Tod gibt, glaubt die Familie nicht mehr daran, Nancy lebend wiederzusehen. Für Savannah, die derzeit eine neue NBC-Show rund um das beliebte Wortspiel "Wordle" dreht und deshalb länger nicht bei "Today" zu sehen ist, bleibt die Suche nach Antworten dennoch zentral. Die Moderatorin setzt auf die Unterstützung der Öffentlichkeit und hofft, dass Menschen auffällige Verhaltensänderungen in ihrem Umfeld melden. "Wenn Sie irgendetwas wissen – irgendetwas – bitte treten Sie vor", flehte sie via Instagram. Genau solche Hinweise könnten aus einem unscheinbaren Verdacht den entscheidenden Faden machen, an dem die Ermittler ziehen – bis die Maske des Täters fällt.








