Audrey Hepburns Sohn enthüllt Ungerechtigkeiten gegen Mutter
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Audrey Hepburns Sohn enthüllt Ungerechtigkeiten gegen Mutter

- Nurin Khalil
Lesezeit: 3 min
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Sean Hepburn Ferrer gibt tiefe Einblicke in das Privatleben seiner Mutter Audrey Hepburn (†63). In der Biografie "Intimate Audrey", die er gemeinsam mit Wendy Holden verfasst hat, schildert er bislang kaum bekannte Details über den schmerzhaften Kinderwunsch der 1993 verstorbenen Hollywoodikone und über ihre belastenden Ehen. Demnach erlitt die Schauspielerin mehrere Fehlgeburten: die erste 1955, eine weitere 1959 im sechsten Schwangerschaftsmonat, Ende 1965 eine Eileiterschwangerschaft und mit 45 Jahren noch einen frühen Verlust. Besonders schwer wog laut ihrem Sohn der Verlust von 1959 – Audrey habe erfahren, dass sie ein Mädchen erwartet hatte, das sie Maria nennen wollte. "So fühlte es sich wirklich an, als hätte sie einen Menschen verloren, nicht nur einen Fötus, und diesen Schmerz trug sie für den Rest ihres Lebens mit sich", schreibt Sean. Gegen seinen Vater Mel Ferrer erhebt er zugleich schwere Vorwürfe: Dieser habe kein weiteres Kind gewollt und Audrey während ihrer Schwangerschaften immer wieder zu Umzügen, Reisen oder körperlicher Anstrengung veranlasst – obwohl sie wegen ihrer Vorgeschichte vor allem Ruhe gebraucht hätte.

Audrey selbst habe das Verhalten ihres Mannes später nicht als bösartig eingeordnet, sondern als gedankenlos und womöglich unbewusst. Nach den ersten beiden Verlusten brachte sie am 17. Juli 1960 Sean zur Welt. Sie habe darauf bestanden, sämtliche Kosten für ihren Sohn einschließlich seiner Ausbildung selbst zu tragen, damit er für Mel keine finanzielle Belastung darstelle. Als Audrey Ende 1965 erneut ein Kind verlor, habe ihr Mann ihr nach Seans Darstellung kaum Trost gespendet und stattdessen an einer geplanten Hämorrhoidenoperation festgehalten. Die Ehe sei zu diesem Zeitpunkt ohnehin von Streit geprägt gewesen. Als Sean aus Angst vor den Ausbrüchen seines Vaters nur noch auf Zehenspitzen an dessen Zimmer vorbeigegangen sei, habe seine Mutter die Trennung innerlich beschlossen. Gegenüber Freunden habe Audrey über diese Phase gesagt: "Zwei Jahre in der Hölle... die schlimmsten meines Lebens."

Auf einer Kreuzfahrt in der Ägäis lernte Audrey später den italienischen Psychiater Andrea Dotti kennen. 1969 heirateten die beiden, im Februar 1970 kam Sohn Luca zur Welt. Doch auch diese Beziehung wurde Sean zufolge schwer belastet – durch die Untreue seines Stiefvaters. In ihrer Verzweiflung nahm die Schauspielerin eine Überdosis Schlaftabletten. Eine Hausangestellte fand sie, Audrey wurde ins Krankenhaus gebracht. Ihrem damals 17-jährigen Sohn erklärte sie anschließend laut der Biografie: "Ich weiß, wie das aussieht, Sean, aber bitte versuche, es zu verstehen. Ich hatte solche Schmerzen, dass ich mich unbedingt ausknocken wollte. [...] Ich wollte mir nie das Leben nehmen." 1975 kam Andrea zudem mit Kopfverletzungen nach Hause und behauptete, vier maskierte Männer hätten einen Entführungsversuch unternommen – eine Darstellung, die sich später als Lüge herausstellte, um seine Untreue zu kaschieren. 1982 folgte die Scheidung von Andrea, danach engagierte sie sich bis zu ihrem Tod als UNICEF-Botschafterin für Kinder in Not.

Audrey Hepburn, 1985
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Audrey Hepburn, 1985
Audrey Hepburn und Mel Ferrer mit ihrem Sohn Sean
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Audrey Hepburn und Mel Ferrer mit ihrem Sohn Sean
Audrey Hepburn und ihr erster Ehemann Mel Ferrer, 1956
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Audrey Hepburn und ihr erster Ehemann Mel Ferrer, 1956
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