Gestohlenes Filmmaterial? Diddy verklagt Ex-Videografen
Sean "Diddy" Combs (56) wehrt sich juristisch gegen seinen ehemaligen Videografen und Produzenten Rodney "Lil Rod" Jones. Wie TMZ berichtet, hat der inhaftierte Rapper eine Gegenklage eingereicht, in der es um Videoaufnahmen geht, die am Ende in einer Netflix-Dokumentation mit 50 Cent (51) gelandet sein sollen. Diddy behauptet, Rodney habe Computerlaufwerke mit Filmmaterial entwendet beziehungsweise die darauf gespeicherten Aufnahmen kopiert und sie anschließend ohne sein Wissen an Netflix und den Rapper verkauft. Ursprünglich sei das Material für eine Dokumentation über sein eigenes Leben gedacht gewesen, die Diddy selbst geplant hatte. Stattdessen sei es laut seiner Darstellung in der konkurrierenden Produktion "Sean Combs: The Reckoning" verwendet worden. Die rechtlichen Vorwürfe richten sich dem Bericht zufolge gegen Rodney – und nicht unmittelbar gegen den Streamingdienst selbst.
In der Gegenklage schildert Diddy auch, wie Rodney überhaupt an das Material gekommen sein soll. Der Videograf habe im Dezember 2022 zu mehreren Kameraleuten gehört, die den Musiker und seine Familie nach St. Barts begleiteten. Dort habe Rodney gezielt seine Nähe gesucht und sogar auf einem Sofa an Bord der Jacht des Musikmoguls geschlafen. Anschließend soll er sich Zugang zum Arbeitsbereich eines anderen Videografen verschafft, die Aufnahmen an sich genommen und sein Vorgehen verborgen haben, damit kein Verdacht aufkommt. Darüber hinaus wirft Diddy seinem früheren Mitarbeiter vor, ihn in der Netflix-Dokumentation diffamiert zu haben – und zwar, indem er dort die Anschuldigungen aus seiner eigenen Zivilklage wiederholte. Eine Stellungnahme von Rodney zu den neuen Vorwürfen lag TMZ zunächst nicht vor.
Zwischen den beiden Männern läuft bereits seit Längerem ein Rechtsstreit. Rodney hatte Diddy 2024 wegen sexueller Übergriffe verklagt und unter anderem behauptet, der Musiker habe seine Genitalien begrapscht, seinen Anus berührt und sich nackt vor ihm gezeigt. Diddy stellt diese Klage als Versuch dar, zusätzliches Geld für angebliche Produzentenleistungen zu bekommen – obwohl Rodney nach seiner Darstellung längst bezahlt worden sei. Zuletzt hatte Diddys Seite außerdem beanstandet, wie Rodney mit der vereinbarten Freigabe seiner Krankenakte umgegangen sei. Eine im November unterzeichnete Einwilligungserklärung habe laut seinem Team nicht den geltenden Datenschutzvorgaben entsprochen. Ähnliche Anschuldigungen hatte Rodney zudem gegen Diddys Sohn Justin Combs (32) sowie gegen Cuba Gooding Jr. (58) und Stevie J (54) erhoben. Alle Beschuldigten wiesen die Vorwürfe entschieden zurück.








