Kontrovers? Diese Regeländerungen gelten 2027 beim ESC
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Kontrovers? Diese Regeländerungen gelten 2027 beim ESC

- Mary-Lou Künzel
Lesezeit: 2 min
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Beim Eurovision Song Contest wird ab 2027 einiges anders laufen: Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat neue Vorgaben beschlossen, die die Wahl des Gastgeberlandes, die Teilnahme der Musiker und auch die Auftritte selbst betreffen. Wie die EBU ankündigt, darf der Wettbewerb künftig nur noch in einem Land stattfinden, in dem die Sicherheitslage stabil ist. Ist das Siegerland wegen eines bewaffneten Konflikts, geopolitischer Spannungen oder einer anderen gravierenden Gefährdung nicht geeignet, kann die Organisation stattdessen einen anderen Rundfunksender als Gastgeber bestimmen. Hinzu kommen zwei weitere Neuerungen: Das Mindestalter der Teilnehmer steigt von 16 auf 18 Jahre. Und der Lead-Gesang muss auf der Bühne vollständig live erklingen – eine Unterstützung durch vorproduzierte Stimmen ist nicht mehr erlaubt. Greifen werden die Änderungen erstmals beim ESC 2027, der nach dem Sieg von Dara (27) in diesem Jahr in Bulgarien ausgetragen werden soll.

Sollte es Zweifel an der Situation im Siegerland geben, kann die EBU eine unabhängige Sicherheitsbewertung der betreffenden Region in Auftrag geben. Ein konkretes Land nennt die Organisation dabei nicht. Der Hintergrund lässt sich jedoch am vergangenen Jahr ablesen: Israel landete beim ESC 2026 in Wien auf dem zweiten Platz und wäre nach einem Sieg trotz der Beteiligung am Iran-Krieg nach den alten Regeln als nächster Gastgeber vorgesehen gewesen. Mit der höheren Altersgrenze will die EBU besonders junge Künstler vor dem Druck des internationalen Wettbewerbs schützen. Zur verschärften Live-Regel erklärt die Rundfunkunion: "Diese Präzisierung soll die Integrität jedes Auftritts wahren und sicherstellen, dass das Publikum bei jedem vorgetragenen Lied den Lead-Gesang live hört." ESC-Direktor Martin Green betont, der Wettbewerb entwickle sich fortlaufend weiter – die jährliche Prüfung der Regeln solle Fairness und Transparenz für alle Beteiligten sicherstellen.

Dara hatte den ESC 2026 in Wien mit ihrem Song "Bangaranga" für sich entschieden und Bulgarien damit den ersten Sieg der Landesgeschichte beim größten Musikwettbewerb der Welt beschert. Wo genau der Wettbewerb im kommenden Jahr über die Bühne gehen wird, ist bislang noch nicht entschieden. Zuletzt standen die Hauptstadt Sofia und die Küstenstadt Burgas als mögliche Austragungsorte im Raum. Auch über die Moderation wurde bereits spekuliert: Die bulgarischstämmige Schauspielerin Nina Dobrev (37) wurde als möglicher Host gehandelt, nachdem sie sich in Bulgarien aufgehalten und Eindrücke davon in ihrer Instagram-Story geteilt hatte. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür allerdings nicht.

Dara trägt die bulgarische Flagge beim ESC-Finale 2026 in der Wiener Stadthalle
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Noam Bettan probt "Michelle" für das ESC-Finale 2026 in der Wiener Stadthalle
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Nina Dobrev bei der King's Trust 5th Annual Gala in New York City
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Live-Gesang ohne vorproduzierte Unterstützung: Findet ihr die verschärfte ESC-Regel gut?