Sylvester Stallone packt über seine schlimme Kindheit aus
Sylvester Stallone (80) gewährt tiefe Einblicke in die dunkelsten Kapitel seiner Kindheit. In seiner Autobiografie "The Steps: Die Geschichte meines Lebens", die am vergangenen Dienstag auch auf Deutsch erschienen ist, berichtet der Schauspieler laut kurier.at von schweren Traumata und seinem lebenslangen Wunsch nach Anerkennung durch seine Eltern. Sein Vater habe ihn mit Härte und Schlägen erzogen, während seine Mutter ihm offen vermittelt habe, dass sie ihn nie gewollt habe. Als Sylvester elf Jahre alt war, verließ sie die Familie. Zeitweise schickten ihn seine Eltern zudem auf ein Internat für schwierige Jugendliche. Dort sei er zur Strafe in eine gefürchtete geschlossene Abteilung mit dem Namen "Schlangengrube" gesperrt worden. Auch körperliche Übergriffe durch andere Insassen habe er dort erlebt. Die Erinnerungen zeigen eine ganz andere Seite des Mannes, der später als Actionheld weltberühmt wurde.
Nach eigenen Worten ließ sich der heute 80-Jährige von diesen Erfahrungen jedoch nicht brechen. In seinen Memoiren beschreibt Sylvester, dass ihn die schwierigen Erlebnisse letztlich stärker gemacht hätten. Der Wunsch nach der Anerkennung seiner Eltern habe ihn trotzdem weiterhin begleitet. 1977 soll seine Mutter etwa eine Einladung abgelehnt haben, ihn zur Oscar-Gala zu begleiten. Sein Vater wiederum habe darauf bestanden, eine kleine Rolle in "Rocky" zu bekommen. Dass Sylvester diesem Wunsch nachkam, bezeichnet er rückblickend als "Fehlgriff", denn die Besetzung habe zu einem Streit zwischen Vater und Sohn geführt. Trotz ihres angespannten Verhältnisses habe sich der Schauspieler sein Leben lang gewünscht, seinen Vater stolz zu machen. Diese Sehnsucht zieht sich durch seine Autobiografie, in der er die schwierige Beziehung zu seinen Eltern immer wieder thematisiert.
Auch zu Beginn seiner Karriere musste Sylvester mit Ablehnung umgehen. Als der damals noch unbekannte und mittellose Schauspieler 1974 von New York nach Hollywood zog, soll ihm ein Castingdirektor direkt von einer Karriere vor der Kamera abgeraten haben. "Sie nuscheln, Sie haben nicht das richtige Erscheinungsbild, Ihr Mund ist schief - ernsthaft, vergeuden Sie nicht Ihre Zeit", zitiert Sylvester den Mann in "The Steps: Die Geschichte meines Lebens". Wenig später schaffte er mit den Filmreihen "Rocky" und "Rambo" dennoch den Durchbruch zum Weltstar. Seine Memoiren widmete der Schauspieler seiner Ehefrau Jennifer Flavin (58) sowie den gemeinsamen Töchtern Sophia (30), Sistine (28) und Scarlet (24). Im Nachwort verbindet er seine eigene Lebensgeschichte mit einer Botschaft seiner wohl bekanntesten Filmfigur Rocky Balboa: "Es geht schlicht darum, nicht aufzugeben, wenn es schwierig wird."

























