Senta Berger spricht über ihr Leben nach Tod ihres Mannes
Seit dem Tod ihres Ehemanns Michael Verhoeven (†85) im April 2024 hat sich der Alltag von Senta Berger (85) grundlegend verändert. Im Podcast "Und was machst du am Wochenende?" berichtete die Schauspielerin nun, wie sehr ihr das Alleinsein zusetzt – besonders in den ersten Stunden des Tages. Die Leere in den Räumen ist für sie kaum auszuhalten, weshalb sie sich direkt nach dem Aufwachen Ablenkung sucht. "Seitdem ich allein lebe, mache ich sofort Musik an", erzählte sie in dem Gespräch. Und weiter: "Ich ertrage die Stille so schlecht, besonders morgens." Also greift sie zum Radio oder lässt Lieder über ihr Handy laufen, um die Wohnung mit Klängen zu füllen. Es ist ein kleines Ritual, das ihr über die schwersten Momente des Tages hinweghilft. Über ihre Gefühle spricht die Künstlerin dabei ohne Beschönigung – der Verlust nach fast sechs Jahrzehnten Ehe begleitet sie weiterhin durch jeden Morgen.
Sie bemühe sich, ihre Gedanken in eine positive Richtung zu lenken, gab Senta im Podcast zu – doch leicht fällt ihr das nicht. Auch innerhalb der Familie habe sich nach dem Tod des Regisseurs etwas verschoben: Seine Anwesenheit fehlt, und die gemeinsamen Stunden sind nicht mehr so heiter wie früher. Am meisten aber vermisst die Schauspielerin die Gespräche mit ihrem Mann. "Michael und ich haben immer geredet, wir haben uns in jeder Beziehung verstanden. Wir haben natürlich auch diskutiert und wir hatten auch verschiedene Meinungen. Aber wir hatten beide eine gute Art, das auszuhalten. Und das fehlt mir sehr", schilderte sie. Dieser Austausch prägte sogar ihre Spaziergänge: Dabei entwickelten die beiden ganze Drehbuchideen bis ins Detail und bauten gedanklich "Luftschlösser". Einige dieser Entwürfe wurden nie verfilmt – sie lagern laut Senta noch auf dem Dachboden ihres Hauses in Grünwald bei München.
Senta und Michael waren fast 60 Jahre lang verheiratet und wurden Eltern der beiden Söhne Luca und Simon. Ihren verstorbenen Mann beschreibt sie als wunderbaren Vater, der besonders gut mit den Jungen sprechen konnte. Die enge Verbundenheit habe schon beim Kennenlernen begonnen und über die ganze Ehe hinweg gehalten. Entscheidend seien dabei ihre Fantasie, der ständige Dialog und die Fähigkeit gewesen, unterschiedliche Ansichten stehen lassen zu können. Der Filmemacher starb im Alter von 85 Jahren. Erst vor Kurzem hatte die Schauspielerin auch ganz grundsätzlich über den Tod geliebter Menschen gesprochen und betont, dass man sich nach ihrer Erfahrung an solche Verluste nicht gewöhnt. Wie sie heute mit der Stille in ihrem Zuhause umgeht, macht deutlich, dass die Trauer ihren Alltag nach wie vor bestimmt.











